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BECCARIA-Qualifizierungsprogramm

»Fachkraft Kriminalprävention«

Das Bild zeigt das sich Prävention rechnet. © LPR

Besser ist es, den Verbrechen vorzubeugen, als sie zu bestrafen.

Cesare Beccaria
 
Das Bild zeigt die Vorderseite des aktuellen Flyers 2019/2020
© LPR

BECCARIA-Flyer 2019/2010

Hier finden Sie den aktuellen BECCARIA-Flyer für den siebten Durchgang 2019/2020.

Im Vordergrund des Programmes steht die Vermittlung von anwendungsbezogenem Wissen aus dem Gesamtbereich der Kriminalprävention, insbesondere Basiswissen in Kriminologie und Projekt- und Qualitätsmanagement. Die Weiterbildung umfasst eine interdisziplinäre ganzheitliche Präventionsausbildung.

Wofür?

Sowohl das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger als auch die objektive Sicherheitslage sind eine Frage der Lebens- und auch Standortqualität einer Kommune. Die Unterstützung und Initiierung entsprechender Präventionsprojekte ist somit ein wichtiges Handlungsfeld. Kommunen und kriminalpräventive Gremien vor Ort sollen in ihrer Arbeit unterstützt werden. Durch die weitere Qualifizierung von Verantwortlichen und Mitarbeitern im Rahmen dieser Fortbildung profitiert die kommunale präventive Arbeit entscheidend – Prävention ist eine Investition in Lebensqualität und Zukunft einer Gesellschaft.

Seit wann? Woher?

Das Beccaria-Qualifizierungsprogramm »Fachkraft Kriminalprävention« wird seit 2008 vom Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR) angeboten. Wir danken dem LPR Niedersachsen für die freundliche Kooperation und die Möglichkeit, das Programm seit 2013 auch in Sachsen anbieten zu können. Weitere Informationen: www.beccaria.de.

Warum in Sachsen?

Anlass für die Implementierung im Freistaat Sachsen war die steigende Nachfrage nach einer interdisziplinären ganzheitlichen Präventionsausbildung.

Für wen?

Die in Sachsen 2013 erfolgreich angelaufene modulare Qualifizierung »Fachkraft für Kriminalprävention« richtet sich an all diejenigen, die im kriminalpräventiven Bereich tätig sind und ihre Kenntnisse in Kriminologie, Kriminalprävention sowie in Projektmanagement erweitern möchten.

Das Qualifizierungsprogramm »Fachkraft für Kriminalprävention« besteht aus vier Modulen, die entweder einzeln oder als Gesamtpaket gebucht werden können. Das Angebot ist berufsbegleitend konzipiert, jedes Modul umfasst zwei Wochenenden und ist auf max. 25 Teilnehmer ausgerichtet.

Nach der Definition und Abgrenzung der Bereiche Kriminologie, Kriminalistik und Kriminalprävention erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in forschende Institutionen im Bereich der Kriminologie. Themenschwerpunkte dieses Moduls sind Sozialisation, Moralentwicklung, Geschichte der Kriminologie, Kriminalitätstheorien, -entwicklung und -statistiken, Ausstiege aus der Kriminalität, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Legalbewährung (»Rückfälligkeit«), Grundlagen- und Evaluationsforschung, Einblicke in qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung sowie Formen der Evaluation.

Die Themenfelder des zweiten Moduls sind nach einer Einführung kommunale Kriminalpräventionsinstitutionen, Gremien und Strukturen der Kriminalprävention auf Landes- und Bundesebene, rechtliche Grundlagen der Kriminalprävention, methodische Grundlagen und ausgewählte Themenfelder der Kriminalprävention sowie exemplarische wirkungsorientierte Programme und Projekte.

Inhalte des dritten Moduls sind Methoden der Qualitätssicherung und Selbstevaluation, Beccaria-Standards, Projektvorbereitung,  -konzeption und -überprüfung, Analyse von Problemlagen, Zielbestimmung, Messung des Projekterfolges, Meilensteine, Projektstruktur-, Ressourcen- und Ablaufplan, Monitoring, Projekttagebücher, Stärken-Schwächen-Analyse, Evaluationsformen, -typen und -methoden, Dokumentation und Überprüfung von Projekten sowie Projektabschluss.

Im vierten Modul bilden die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen ein Handlungskonzept zu einem kriminalpräventiven Thema. Das Konzept kann sich dabei auf ein Thema beziehen, zu dem bereits in der Vergangenheit gearbeitet worden ist, auf ein aktuelles Problem oder auf ein fiktives Problem. Die Teilnehmenden sollen ihr erworbenes Wissen (Kriminologie, Kriminalprävention und Projektmanagement) praktisch anwenden

Das Angebot richtet sich vor allem an Verantwortliche und Akteure aus Kreis- und Gemeindeverwaltungen, die bereits präventiv tätig sind oder zukünftig ihren Arbeitsschwerpunkt in diesem Bereich haben werden.

Ziel des Qualifizierungsprogrammes ist die Vermittlung fundierten Präventionswissens. Fachliche Standards für die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der präventiven Arbeit im Freistaat sollen implementiert und in die Fläche getragen werden.

Die Teilnehmenden sind qualifiziert

  • kriminologische Theorien und empirische Untersuchungen kritisch zu bewerten.
  • Präventionsprojekte unter Hinzuziehung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Daten zu  entwickeln sowie umzusetzen.
  • Methoden des Projektmanagements anzuwenden.
  • das gewonnene (kriminologische, kriminalpräventive) Wissen praktisch einzusetzen.

Die verbindliche Anmeldung erfolgt über den Anmeldebogen, der ausgefüllt per E-Mail (lpr@smi.sachsen.de),

Fax (0351-564 30909) oder auf dem Postweg (SMI, Landespräventionsrat Sachsen, 01095 Dresden) eingereicht wird.

Nach Absolvierung aller vier Module erhalten

Sie das ZERTIFIKAT:

»FACHKRAFT FÜR KRIMINALPRÄVENTION«
BECCARIA Qualifizierungsprogramm

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