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Aktuelle Entwicklungen

Das Bild zeigt das Rathaus der Stadt Plauen.
© Stadt Plauen

Beratung zur Etablierung eines kommunalen Präventionsrates in Plauen

Am 16. April 2019 beriet Sven Forkert von der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates, Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, zwei Bürgermeister sowie weitere Vertreter der Stadt Plauen, der Polizei sowie des Landratsamtes Vogtlandkreis, zur Etablierung eines kommunalen Präventionsrates in Plauen.

Das Bild zeigt Vertreter des Polizeireviers Pirna, der Stadt Pirna sowie des Landespräventionsrates an einem Tisch sitzend.
v. l. n. r.: Candy Sommer, Anja Herold-Beckmann, Johannes Enke, Katharina Grundmann, Thomas Gockel, Klaus-Peter Hanke  © LPR

Beratung zu Fördermöglichkeiten der Kommunalen Präventionsstruktur in Pirna

Am 26. März 2019 tauschten sich Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke, Revierleiter Candy Sommer sowie Sven Forkert und Anja Herold-Beckmann von der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates aus, um weitere Schritte zur Förderung des Präventionsnetzwerkes Pirna zu besprechen.

Das Bild zeigt die Referentin vor einer Leinwand und einen Teil der Zuhörer im Plenum.
© Stadt Annaberg

Neuer Kommunalpräventiver Rat in Annaberg-Buchholz

Angesichts bisheriger Erfahrungen und den Erkenntnissen der ASSKomm-Konferenz, wurde am 12. März 2019 im Annaberger Rathaus ein neuer Kommunalpräventiver Rat ins Leben gerufen. Wesentliche Ziele der Kooperationspartner sind der Erhalt des gesellschaftlichen Friedens, die Vermeidung von Kriminalität, die Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Bürger und damit insgesamt mehr Lebensqualität in der Stadt.

Forschungsbericht – Kommunale Kriminalprävention in Deutschland 2018

Das Bild zeigt das Deckblatt des Berichtes mit einer Deutschlandkarte auf welcher die Präventionsräte symbolisch dargestellt sind sowie den Titel des Berichtes. © Nationales Zentrum für Kriminalprävention

Im Auftrag des Nationalen Zentrums Kriminalprävention (NZK) und des Deutschen Forums Kriminalprävention (DFK) wurde Prof. Dr. Verena Schreiber, die bereits 2007 eine Erhebung durchgeführt hat, erneut mit der Befragung aller Präventionsgremien in Deutschland beauftragt. Im Rahmen dieser Bestandsaufnahme kommunaler Präventionsgremien 2017/2018 konnten für ganz Deutschland knapp 600 Zusammenschlüsse ermittelt werden, die gegenwärtig auf lokaler Ebene aktiv sind. Das entspricht einem Rückgang von etwa 40 % in den letzten zehn Jahren, für Sachsen sogar von über 60 %.

  • Etabliert haben sich Präventionsgremien insbesondere in Kommunen mit einer Gemeindegröße ab 10.000 Einwohner, die allerdings insgesamt nur 15 % aller Kommunen in Deutschland ausmachen.
  • Auch die Ausstattung mit Personal- und Sachmitteln hat sich im Vergleich nicht verbessert, eine Professionalisierung der Präventionsarbeit  konnte also noch nicht erreicht werden. Dabei wurde in diesem Zusammenhang nicht nur festgestellt, dass  Gremien mit einem gewissen Professionalisierungsgrad effektiver arbeiten, sondern auch, dass das Kriminalitätsaufkommen in deren Wirkungsbereich sinkt.
  • Inhaltlich hat sich das zu bearbeitende Themenspektrum der Präventionsgremien erweitert (z. B. Migration/ Integration, Internetkriminalität), was deutlich macht, dass Kommunen über dieses Format in der Lage sind, auf neue Problemlagen flexibel zu reagieren. Trotzdem konzentrieren sich die Bemühungen weiterhin vorrangig auf die klassische Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen.
  • Die bestehenden Präventionsgremien sehen die Notwendigkeit der Bereitstellung externer Angebote zur Professionalisierung der Arbeit und insbesondere auch zur Unterstützung kleinerer Kommunen, sie kennen diese Angebote jedoch nicht oder rufen sie auch bei Kenntnis nicht ab.

Diese Ergebnisse stützen unsere Überzeugung, die Kommunale Prävention zu stärken, da Probleme vor Ort am besten gelöst werden können und Kommunen dafür Unterstützung und Qualifizierung benötigen.  Über die Richtlinie Kommunale Prävention, das Beratungs- und Coachingangebot, das Beccaria-Qualifizierungsprogramm „Fachkraft für Kriminalprävention“ , den berufsbegleitenden Studiengang „Präventionsmanagement“ sowie die Durchführung von Sicherheitsanalysen werden nicht nur die Entstehung stabiler lokaler Präventionsnetzwerke sondern auch die Professionalisierung der Akteure vor Ort gefördert. Im Ergebnis sollen bedarfsorientierte Strategien zur Problemlösung entwickelt und gemeinsam vor Ort umgesetzt werden. In diesem Web-Portal werden sämtliche Unterstützungs-  und Qualifizierungsangebote gebündelt, sowie Informationen über Gelingensfaktoren und best practice-Projekte  bereitgestellt.

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