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sonstige Bewährte Projekte

Projekt »Dampffrei«

Die einzelnen Bestandteile einer E-Zigarette bzw. Vape liegen in Vogelperspektive auseinandergebaut auf einem Tisch. Ein Totenkopfsymbol ist auf der Plastikhülle. Außerdem liegt eine zylinderförmige Batterie auf dem Tisch.
© LPR, Gemeinde Krauschwitz

Im Rahmen einer Weiterbildung entstand das Projekt »Dampffrei« von Robert Preuß, dem Präventionsbeauftragtem der Gemeinde Krauschwitz. Das Projekt nutzt Sensoren auf Schulklos, um den Dampf gesundheitsschädlicher E-Zigaretten — auch Vapes genannt, zu registrieren und an Lehrkräfte zu melden.

Themenfeld:
Sucht-/Drogenprävention

Projektziele:
Das Ziel des Projekts ist es, die Schülerinnen und Schüler über die potenziellen gesundheitlichen Risiken von E-Zigaretten aufzuklären, ihnen die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen, um fundierte Entscheidungen zu treffen, und sie zu ermutigen, einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Indem das Bewusstsein für die Auswirkungen des Vapings geschärft wird, hoffen die Beteiligten, dass die Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, sich vor den Risiken des Konsums von E-Zigaretten zu schützen und andere über diese Thematik aufzuklären.

  • Frühe Suchtprävention und Förderung der Lebenskompetenz
  • Förderung des Nichtrauchen

Handlungskonzept:
Um das Projekt durchzuführen, wird die Schule eine Arbeitsgruppe bilden, welche aus Lehrkräften, Schulsozialarbeiterin, Schulförderverein und dem ASSKomm-Präventionsbeauftragten besteht. Diese Gruppe plant die verschiedenen Aktivitäten zur Umsetzung der Maßnahme nach den bereits ausgearbeiteten Schemata, um die Schülerinnen und Schüler zu erreichen und über das Thema Vaping aufzuklären. Dazu gehören u.a. Lebenskompetenzprogramme, Informationsveranstaltungen, Workshops, Diskussionsrunden und die Erstellung sowie Bereitstellung von Informationsmaterialien

Wichtig sind die Mitnahme des gesamten Personals der Einrichtung und eine jugendgemäße Vermittlung und Erläuterung (Einfache Sprache in der DAZ Klasse) des Jugendschutzgesetzes. In der Hausordnung wird in einfacher Sprache klar aufgezeigt, dass der Konsum von Vapes auf dem gesamten Schulgelände verboten ist. Es erfolgt durch alle Lehrkräfte eine Kontrolle und konsequente Umsetzung der Hausordnung. Bei Verstößen wird mit gleichen Maßstäben und Konsequenzen gehandelt.
Die im Projekt beschriebenen Sensoren befinden sich in der Erprobungsphase zur Tauglichkeit und werden nach dieser Phase evaluiert. Veränderungen von örtlichen und personellen Gegebenheiten können Anpassungen der Maßnahme erforderlich machen, welche stets in und von der Arbeitsgruppe gemeinsam beschlossen und getragen werden sollen.

Kontakt:
Gemeinde Krauschwitz
Geschwister-Scholl-Straße 100
02957 Krauschwitz
Internet: www.krauschwitz.de  

Robert Preuß
E-Mail: si@gemeinde-krauschwitz.de
Telefon: 035771/525-34
 

 

Überdachte Treffpunkte für Jugendliche im öffentlichen Raum

Titelbild der Broschüre mit dem Namen des Projektes.
© Stadt Görlitz

Görlitz wäre ohne das A-Team bestimmt ein sehr trauriger Ort – zumindest für Jugendliche. Sie füllen als Jugendgruppe eine Lücke in der Jugendbeteiligung, die gerne vergessen wird: die unparteiliche Jugendarbeit und -beteiligung. 

Das A-Team in Görlitz hat mit dem Jahr 2023 eines seiner wohl erfolgreichsten Projekte in der Historie seiner Jugendgruppe ins Leben gerufen. »Die Hütte«, wie sie ihren überdachten Begegnungsort für Jugendliche nennen, hat zu einem kleinen aber positiv-überraschten Aufschrei in Stadtpolitik und -verwaltung geführt.

Daraus ist diese Broschüre – das Prozessbuch für einen mobilen, überdachten Begegnungsort für Jugendliche – mit viel hilfreichem Wissen und Tipps, die Anderen bei Ihren Idee in Ihrer Stadt helfen können, ein eigenes Projekt zu verwirklichen, entstanden.

 

Basisseminar Cannabis

Die Seminarteilnehmenden sitzen und schauen zum Referenten.
© Stadt Görlitz

Maria J. Schubert, Koordinatorin des Kommunalen Präventionsrates Görlitz, hat im Mai 2024 ein Basisseminar Cannabis organisiert und durchgeführt. Anbei ein paar wichtige Tips fürs Nachmachen.

Themenfeld:
Sucht-/Drogenprävention// öffentlicher Raum

Ziele:
Mit der Ankündigung der Teillegalisierung von Cannabis und somit der geplanten Einführung des Cannabisgesetzes (CanG), entstanden sowohl bei der Zivilgesellschaft, der Verwaltung, aber auch der Polizei Handlungsunsicherheiten. Die geplanten Regelungen warfen bis über den 1. April 2024, als das Gesetz in Kraft trat, vielfältige Fragen auf: Wer darf was, wann und wo konsumieren, besitzen, erwerben? Wie werden sich die Strafverfolgungsbehörden verhalten? Was haben Vereine zu beachten? Wie können gerade jugendliche Zielgruppen geschützt werden?

Angeregt aus der Arbeitsgruppe Öffentlicher Raum des Görlitzer Kommunalen Präventionsrates, wurde der Plan gefasst, nicht nur gesetzliche Grundlagen einer breiten Zielgruppe zu vermitteln, sondern auch in einen multiprofessionellen regionalen Austausch zu kommen. In diesem sollte dann besprochen werden, welche Herausforderungen die Akteurinnen und Akteure sehen, welche weiteren Fragen geklärte werden müssen und vor allem wie gelingende Präventionsarbeit sowohl in den einzelnen Bereichen, aber auch gemeinsam gelingen kann.

Handlungskonzept:

  1. Grundlagen schaffen

In einem ersten Schritt konnte die Fach- und Koordinierungsstelle Suchtprävention Sachsen als Kooperationspartner gewonnen werden. Am 29. Mai 2024 sprach der Referent Michael Wilde u. a. über Wirkstoffe, Konsumformen und -arten, über die kurz- und langfristige Wirkung von Cannabis, allgemeine Beratungsanlässe in sächsischen Suchtberatungsstellen, das CanG im speziellen sowie die allgemeinen Herausforderungen im Zusammenhang mit Prävention. Der Einladung zum kostenfreien Seminar folgten 40 Personen aus den Kommunen Görlitz, Krauschwitz, Weißwasser und Zittau. Darunter Vertretungen der Polizei, der Zivilgesellschaft, dem Zoll, der Schulsozialarbeit und den Stadtverwaltungen, hier besonders die Ordnungs- und Jugendämter.

Im Anschluss an den Vortrag fand die offene Austauschrunde statt, bei der

  • drängende Fragen geklärt,
  • Wünsche und Erwartungen geäußert,
  • bisherige Erfahrungen geteilt,
  • die Bedarfe der Anwesenden und deren Institutionen erhoben,
  • die Zielgruppen für Maßnahmen eruiert
  • sowie vorhandene Ressourcen besprochen

werden konnten. So gibt es bereits an zwei Standorten im Landkreis Görlitz den »grünen Koffer« zum Ausleihen sowie den interaktiven Präventionsparcours "Cannabis - quo vadis?" (mehr Informationen hierzu im 2. Link – s. unten). Die Austauschrunde diente auch als Grundlage, um passende Interventionen - wie bspw. eine Schulung für mehr Handlungssicherheit - planen zu können. Diese sind im Handlungskonzept der nächste und somit zweite Schritt.

  1. Interventionen planen und durchführen

Gemeinsam mit dem Sozialteam - Soziotherapeutisches Zentrum (STZ) Görlitz-Weißwasser wird eine Schulung für die Mitarbeitenden des Ordnungsamtes angeboten. Außerdem hat sich die Schulsozialarbeit eine Schulung oder eine Handreichung für mehr Handlungssicherheit gewünscht. Dies konnte aus der Runde heraus noch nicht realisiert werden, jedoch soll mit dem neuen Schuljahr seitens des Landesamtes für Schule und Bildung eine Sammlung von Handlungshilfen zu verschiedenen Notfällen (u. a. BTM-, Mobbing- und Gewaltvorkommnisse) an alle Schulen in Sachsen ausgehändigt werden. In die Erstellung dieser Handlungshilfen war der Fachdienst Prävention der Polizeidirektion Görlitz in Partnerschaft mit Fachträgern wie dem o. g. Sozialteam, maßgeblich involviert.

  1. Vision

Das Thema Cannabisprävention ist wichtig und wird weiter Teil der Arbeit des KPR Görlitz und besonders der Aktiven in der AG öffentlicher Raum sein. Der Gruppe ist gleichzeitig bewusst, dass andere (Sucht-) Problematiken ebenso der Aufmerksamkeit bedürfen. Konkret will der Görlitzer KPR mit dem multiprofessionell aufgestellten Netzwerk eine frühzeitig einsetzende Prävention sowie die Lebenskompetenzförderung, besonders an Schulen, voranbringen.

 Weiterführende Links:
www.suchtpraevention-sachsen.de - Fach- und Koordinierungsstelle Suchtprävention Sachsen

https://www.suchtpraevention-sachsen.de/themen/suchtmittelspezifische-suchtpraevention/substanzen/cannabis/ - Materialien zur Unterstützung der Cannabisprävention

https://www.cannabispraevention.de/ - Informationsseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

www.sozialteam.de – Webseite Sozialteam - Soziotherapeutisches Zentrum (STZ) Görlitz-Weißwasser

Kontakt:
Stadtverwaltung Görlitz
Kommunaler Präventionsrat
Maria J. Schubert
Hugo-Keller-Str. 14
02826 Görlitz

E-Mail: ma.schubert@goerlitz.de

Tel.: 03581 671577

Webseite: https://www.goerlitz.de/Kommunaler-Praeventionsrat.html

 

Landesverband sächsischer Mehrgenerationenhäuser

zeigt ein Piktogramm einer Sachsenkarte mit Strichen die auf Vernetzung der Städte hinweisen sollen,

Der Landesverband sächsischer Mehrgenerationenhäuser ist ein Zusammenschluss der im Freistaat aktiven Mehrgenerationenhäuser, dieses sind Begegnungsorte, die Generationen zusammenführen, sich am lokalen Bedarf orientieren, Haupt- und Ehrenamt als gleichwertig betrachten, Lösungen für gesellschaftliche Fragen bieten, Menschen unterstützen, freiwilliges Engagement ermöglichen und lokale Entwicklungsstrategien entwerfen. Auf der Website des Landesverbands finden Sie auf der linken Seite alle Mehrgenerationenhäuser nach Landkreis sortiert.

 

Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit – Suchtprävention

zeigt Symbolbild von zwei Personen sitzend auf einer Treppe mit Bierflaschen in der Hand

Zielgerichtete und auf wissenschaftlichen Ergebnissen gestützte Suchtprävention kann einen bedeutsamen Beitrag dazu leisten, die Bevölkerungsgesundheit zu steigern, die gesellschaftliche Kosten zu senken und die Lebensqualität zu erhöhen. Die Suchtprävention wurde in Deutschland im Rauschgiftbekämpfungsplan von 1990, im 2003 beschlossenen Aktionsplan Sucht und Drogen und in der aktuellen Nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik von 2012 als wichtiges Element einer umfassender Suchtarbeit festgelegt. Auf der Seite des BZgA finden Sie mehrere aufklärende Webseiten zu den Schwerpunkten wie Tabak, Alkohol, Cannabis, harte Drogen, Spielsucht und Mediensucht.

 

Bevölkerungsschutz Naunhof

zeigt einer Zylinderförmige Taschenlampe auf schwarzem Hintergrund

Naunhof widmet sich dem Thema Bevölkerungsschutz, um Großschadensereignisse bis hin zu langanhaltenden und flächendeckende Krisen örtlich zu bewältigen. Hierfür werden belastbare und effektive Strukturen für den Ernstfall benötigt. Begonnen wurde mit dem Szenario des flächendeckenden Stromausfalles.

Themenbereich:
Bevölkerungsschutz – nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr

Projektziele:
Ziel ist es, zunächst für die Notwendigkeit der eigenverantwortlichen Krisenvorsorge zu sensibilisieren und über Möglichkeiten der privaten Eigenvorsorge zu informieren. Auf der Grundlage einer Gefahrenbewertung werden Anforderungen und Maßnahmen an die kommunale Gefahrenvorsorge formuliert. So sollen belastbare kommunale Strukturen geschaffen werden, welche im Falle langanhaltender und flächendeckender Krisen greifen und so für Betroffene eine ortsnahe Hilfe bieten.

Handlungskonzept:
Die öffentliche Beteiligung interessierter Bürger in der Arbeitsgruppe 3 (AG3) Bevölkerungsschutz ist ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Nach dem Ermitteln der Gefahrenpotentiale und dem Fokus auf das Szenario eines langanhaltenden, flächendeckenden Stromausfalles, entwickelte die AG3 die Anforderungen an die kommunale Gefahrenvorsorge mit. Unter Setzung verschiedener Themen je Treffen der Arbeitsgruppe wurden

  • Bürgerinformationen verfasst und veröffentlicht;
  • Alarmierungsunterlagen mit entworfen und in die Praxis übernommen;
  • die örtliche kritische Infrastruktur ermittelt, Akteure befragt und mit der Kommune vernetzt;
  • Partner gewonnen, welche im Krisenfall vor Ort für unsere Bevölkerung leistungsfähig sind.

Nun heißt es diese Abläufe zu üben, zu verbessern und noch etwaige Lücken zu schließen, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Der Umgang mit einem weiteren Gefahrenszenario ist bereits in Arbeit: Lebensmittelknappheit, wobei sich auf bereits Gelerntem gut aufbauen lässt.

Kontakt:
Stadtverwaltung Naunhof
Markt 1
04683 Naunhof

Ansprechpartner: Daniel Brcak
Amtsleiter Ordnungsamt

Telefon: 034293/42-120
E-Mail:  brcak-ordnungsamt@naunhof.de
Internet: www.naunhof.de

 

Trouble in the City – Stark ohne Drogen

Logo stark ohne Drogen, grüner Hintergrund und im Vordergrund ein Junge. Es sieht aus wie ein Sketch.
© Stadt Zwickau

Was braucht es in diesen gewandelten Zeiten, mit welchen Aktionen in der Suchtprävention erreichen wir heute junge Menschen? Darauf will das Modellprojekt »Trouble in the City- Stark ohne Drogen« eine Antwort geben und ein auf die Situation angepasstes Präventionsprogramm bieten.

 

Huckepack Kinderförderung e. V.

Das Bild stellt grafisch das Meer mit Sandstrand und darauf den Wortlaut von Huckepack dar.
© Huckepack e. V.

Mentorengestützte Prävention zur Entwicklung sozialer Kompetenzen bei Kindern im Vorschulalter.

Themenfeld
Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen bei Kindern im Vorschulalter

Präventionskonzept
»Ich will, dass jedes Kind, Junge oder Mädchen, selbstständig wird. Kinder sollen erfahren: man kann so viel Macht haben wie Pippi, aber nicht mit Raufen.«   (Astrid Lindgren) 

Je früher Kinder hinsichtlich ihres sozialen Verhaltens Schwierigkeiten aufweisen, desto stabiler sind in der Regel die ungünstigen Verhaltensmuster: Mit steigendem Alter verfestigen sich diese immer mehr, und Interventionen bei älteren Kindern sind zunehmend erschwert. Gerade für Kinder im Vorschulalter gilt jedoch, dass Übungsangebote außerordentlich wirksam sind und den Kindern auch langfristig nutzen: So zeigen Langzeitstudien, dass geeignete Angebote im Vorschulalter oftmals über Jahrzehnte – also den gesamten weiteren Lebensweg – positive Wirkungen entfalten
Manchen Kindern fällt es schwer, die eigenen Gefühle zu verstehen und Gefühle bei anderen zu erkennen. Dann ist es schwieriger, sich in andere einzufühlen und angemessen zu reagieren. Dies kann dazu führen, dass die Kinder häufiger in Streitereien verwickelt sind oder nur wenige Freunde haben. Genau hier setzt HUCKEPACK an: Die Kinder trainieren mit unseren Mentorinnen und Mentoren auf spielerischem Wege emotionale und soziale Kompetenzen, wie z. B. sich in andere einfühlen, eigene Bedürfnisse erkennen, diese angemessen mitteilen, abwarten, teilen, trösten, sich abwechseln, sich vertragen, Freundschaften aufbauen und Kompromisse aushandeln.

Handlungskonzept 
Unser Angebot des Mentorings in Kindertagesstätten im Vorschulbereich beinhaltet zunächst eine umfassende Diagnostik von Kindern hinsichtlich ihrer sozialen und emotionalen Kompetenzen. Basierend auf diesen Erkenntnissen wird Kindern mit einem Förderbedarf über ein Jahr hinweg ein/e ausgebildete/r Mentor/in zur Seite gestellt, welcher sich einmal wöchentlich mit dem Kind in der Kindertagesstätte trifft. Anhand manualisierter und spielerischer Trainingsbausteine lernt das Kind, eigene Emotionen zu erkennen und zu regulieren, sowie nachfolgend Konfliktsituationen mit Gleichaltrigen konstruktiv zu lösen. Neben der Förderung der Kinder umfasst unser Programm auch den Kontakt mit und die Weiterbildung von Eltern und Erzieher/innen.
  
Ansprechpartnerin:  
M. Sc. Annett Meylan
Geschäftsführerin des Huckepack Kinderförderung e. V.
Pfarrhübel 10
09125 Chemnitz
Telefon: 0371/ 2728 5720
E-Mail: annett.meylan@psychologie.tu-chemnitz.de
www.huckepack-kinderfoerderung.de

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