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Kurz vorgestellt

ASSKomm des Monats

Ab März 2021 werden unter der Rubrik »ASSKomm des Monats« immer wieder engagierte Akteure der kommunalen Prävention vorgestellt. Die Rubrik ist nicht nur Ausdruck der Wertschätzung, sondern stellt auch allen Interessierten verschiedene Personen an Schlüsselstellen der kommunalen Prävention vor. 

 

Frank Zabel - Plauen

Ein weißhaariger Mann steht an einem Infostand. Er lächelt in die Kamera und trägt ein hellblau, weiß kariertes Hemd
Frank Zabel  © Stadt Plauen

Kurzvorstellung:

Mein Name ist Frank M. Zabel, ich bin seit 2020 Koordinator des Kommunalen Präventionsrates (KPR) Plauen. Die Große Kreisstadt Plauen ist mit über 60.000 Einwohnern ein Oberzentrum im Südwesten des Freistaates Sachsen und die Kreisstadt des Vogtlandkreises. Sie ist die größte Stadt des sächsischen Vogtlandes und die fünftgrößte Stadt in Sachsen. Sie wurde 1122 erstmals urkundlich erwähnt und feiert in diesem Jahr »900 Jahre Plauen«.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?

ASSKomm ist für mich zuerst und insbesondere Anke Sandvoß. Sie ist immer nah am KPR Plauen und seiner Arbeit. Sie kennt sich aus, unterstützt und promotet die Arbeit und sie ist das wichtigste Verbindungsglied zum Landespräventionsrat (LPR) Sachsen.
ASSKomm organisiert wichtige Weiterbildungen und bietet mit seinen Fachtagungen die Möglichkeit erfolgreiche Projekte anderer kennenzulernen und eigene Projekte zur Diskussion zu stellen. ASSKomm ist aber auch das Netzwerk zwischen Kommune, Polizei, dem Freistaat Sachsen und den vielen Akteur:innen der Prävention in der Zivilgesellschaft, ohne die die Präventionsarbeit in der Qualität in Plauen gar nicht möglich wäre.

ASSKomm und der Landespräventionsrat sind für mich auch die finanzielle Sicherstellung meiner Stelle und aller Aktivitäten über die entsprechende Förderrichtlinie. Ohne Förderung wäre ein Start in die Präventionsarbeit in dem Umfang für Plauen nicht möglich. Für eine bedarfsorientierte Präventionsarbeit ist eine tiefgründige Analyse der »IST-Situation« von großer Bedeutung. ASSKomm hat den KPR zweimal mit der Finanzierung und Durchführung einer solchen Analyse unterstützt. Auch für die geplante Studie der Bedarfe der Schüler nach Corona mit der Methode CTC ist ASSKomm mein wichtigster Partner. Hilfreich sind auch die, von ASSKomm vermittelten, Coaches. Sie unterstützen mit ihrer Methodenkenntnis und können wichtige Ansprechpartner für den Koordinator des KPR sein.
Insgesamt kann man sagen, dass die Präventionsarbeit in Plauen ganz entscheidend von ASSKomm und Frau Sandvoß mitgeprägt wird.
Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit ASSKomm gemacht.

Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?

Besonders hilfreich ist der persönliche Kontakt zu Frau Sandvoß, die Aus- und Weiterbildungsangebote und der Austausch mit anderen KPR's bspw. bei Fachtagungen.

Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?

Die Basis der Arbeit des KPR Plauen ist die, nach der Förderrichtlinie geforderte Konzeption des KPR.
Dort wurden die spezifischen Handlungsfelder wie folgt festgelegt:

  • Frühkindliche und Schulische Prävention,
  • Digitale Medien,
  • Stärkung demokratischer Grundwerte,
  • Gemeinwesen orientierte Prävention und
  • Sucht/Drogenprävention.

Sie sind in Teilen mit den Schwerpunkten des LPR identisch, werden aber den Bedarfen der Zielgruppen der Stadt Plauen angepasst.
Für die Umsetzung der Schwerpunkte wurden bereits im Jahr 2020 zwei Arbeitsgruppen (AG) gebildet. Die AG Städtische Konfliktprävention und die AG Bauliche Prävention. Beide arbeiten sehr erfolgreich und weitere Arbeitsgruppe sind geplant.

Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?

Das wichtigste Ziel ist die Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gäste der Stadt Plauen. Das soziale Klima im Stadtgebiet soll mit geeigneten und zielgerichteten Maßnahmen positiv beeinflusst werden. Neben der Umsetzung und Weiterentwicklung der Graffitistrategie haben sich zielgruppenorientierte Präventionstage bewährt. Neben der wichtigen Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen für die ein Präventionstag »Start in den Sommer« geplant ist, gab es schon Präventionstage zum Einbruchschutz und speziell für den Schutz vor Betrug für Senioren. Weitere Themen waren Diebstahlschutz im Einzelhandel und Cybercrime für die Wirtschaft.
Das alles möchte ich mit der Hilfe von ASSKomm regelmäßig durchführen, um eine hohe Durchdringung der Informationen zu erreichen.

Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm-Community sind?

Eine Zusammenarbeit mit ASSKomm lohnt nicht zur Lösung eines aktuellen Problems oder wegen der Förderung für eine gewisse Zeit.
Prävention wirkt langfristig und muss deshalb auch langfristig finanziert und durchgeführt werden. Schnelle Erfolge gibt es in der Regel nicht. Kommunale Präventionsräte können in der Regel auch nur die Akteur:innen der Prävention vernetzen, die da sind, und das Netzwerk am Bedarf optimieren, wenn entsprechende Analysen vorhanden sind. Prüfen Sie Synergien mit anderen Kommunen, vielleicht sogar auf Landkreisebene.

Investieren Sie in die Prävention, denn Prävention rechnet sich - für alle!

 

Daniel Brcak - Stadt Naunhof

Ein Mann mit kurzen braunen Haaren lächelt in die Kamera. Er trägt ein dunkelblaues Hemd
Daniel Brcak  © Stadt Naunhof

Kurzvorstellung:

Mein Name ist Daniel Brcak. Zu meinen Aufgaben als Leiter des Ordnungsamtes zählt die kommunale Prävention. Die Stadt Naunhof ist erfüllende Gemeinde der örtlichen Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Belgershain und Parthenstein. Wir sind Dienstleister für rund 16.000 Einwohner südöstlich vor den Toren Leipzigs.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?

Durchweg positiv. ASSKomm bietet zahlreiche Mittel und Möglichkeiten auf komplexe Problemlagen, komplexe Antworten zu finden. Gegenüber dem klassischen Verwaltungsablauf: Antrag – Verfahren – Entscheidung geht es in der Präventionsarbeit um folgende Frage: Was wird gebraucht um das jeweilige Problem zu lösen?
Hierbei geht es also um Engagement, Ideenreichtum und darum, Menschen in die Präventionsarbeit einzubeziehen und mitzunehmen. Über Beziehungen entsteht so vernetztes Arbeiten. Die Netzwerke bieten dann eine Fülle von Möglichkeiten der Interaktion und vielfältigste Lösungsansätze, so dass niemand mit seinem Problem allein bleiben und »das Fahrrad zweimal erfinden« muss.
Über Netzwerkarbeit findet ASSKomm Akteure in nächster Nähe, in der Region, im Land und darüber hinaus zusammen, um gute praktische Lösungen zu entwickeln.

Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?

Die Zusammenarbeit mit Teilnehmenden von ASSKomm und dem Landespräventionsrat ist immer sehr angenehm, kollegial, fair und auf Augenhöhe. Man rennt buchstäblich offene Türen ein und findet beim Team des Landespräventionsrates immer ein offenes Ohr sowie weiterführende Anregungen in der jeweiligen Sache.
Mit gut verfügbaren Beratungs- und Fortbildungsmöglichkeiten, einem möglichen Coaching, der Sicherheitsanalyse und den finanziellen Fördermöglichkeiten stehen geeignete und leistungsfähige Instrumente zur Verfügung, um den Aufbau einer Präventionsarbeit vor Ort in jeder Kommune tatkräftig zu unterstützen.

Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?

Nach vielfältigen Gesprächen mit unseren Einwohner:innen, aber auch mit Fachleuten, hat sich der Kommunale Präventionsrat Naunhof auf folgende Arbeitsgruppen verständigt:

  • AG1: Kinder, Jugend und Prävention im Team (PiT)
  • AG2: Ordnung und Sauberkeit
  • AG3: Bevölkerungsschutz

Diese Arbeitsgruppen nehmen ab April 2022 ihre Arbeit auf.

Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?

Prävention ist Chefsache. Auf dieser Grundlage kann ein ganzheitlicher Ansatz für die kommunale Präventionsarbeit entstehen. Inhaltliche Ansatzpunkte vor Ort sind hierzu folgende:

  • Unsere Kinder und Jugendlichen sollen in einem sicheren Umfeld aufwachsen. Prävention kann und soll das Rüstzeug für das Leben mitgeben, um sich und andere vor Unfällen und Kriminalität zu schützen.
  • Ordnung und Sauberkeit stehen für Lebensqualität und ein lebenswertes Umfeld. Gerade dort, wo sich viele Menschen begegnen oder dauerhaft zusammenleben, kommt es besonders auf Ordnung und Sauberkeit an.
  • Im Bevölkerungsschutz geht es ums Überleben und um die Stärkung der Resilienz der Bevölkerung und jedes Einzelnen. Das Leben ist alltäglich schon (lebens-)gefährlich und im Straßenverkehr besonders. Hier geht es um gute praktische Ansätze zur Selbsthilfe und zum Selbstschutz bis hin zum Überleben in humanitären Notlagen und Krisen.

Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm-Community sind?

Machen Sie mit! Es lohnt sich auf jeden Fall.

 

 

Cornelia Hanspach - Kreisstadt Wurzen

Eine Frau lächelt in die Kamera. Sie hat dunkelbraune kurze Haare und eine weiß schwarze Bluse an.
Cornelia Hanspach  © Kreisstadt Wurzen

Kurzvorstellung:

Mein Name ist Cornelia Hanspach, ich bin Sachbearbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit in der Großen Kreisstadt Wurzen und zu meinen Aufgaben gehört die Koordinierung des Kommunalen Präventionsrates für das Wurzener Land mit den Nachbargemeinden Bennewitz, Lossatal und Thallwitz.

 Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?

Absolut positiv. Die Zusammenarbeit mit dem Landespräventionsrat ist intensiv und erfolgt auf Augenhöhe. Wir werden beim Aufbau der Netzwerke unterstützt. Dabei wird praxisnah und ehrlich gearbeitet. Es können nicht nur Probleme benannt werden, für die im Rahmen der präventiven Arbeit Lösungen gefunden werden sollen, sondern auch ganz klar das, was nicht funktioniert.
Wertvoll ist zudem das Netzwerk der Kommunen, die bei ASSKomm mitarbeiten. Wir unterstützen uns, tauschen uns aus und teilen Erfahrungen. Und unter dem Dach von ASSKomm gelingt es uns, Kompetenzen zu bündeln und kommunale Prävention als regionale Aufgabe verschiedenster Akteure in verschiedenen Themenbereichen zu begreifen.


Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?
Als Schlagworte:

  • Erfahrungsaustausch,
  • neue Lösungsansätze,
  • Arbeit auf Augenhöhe,
  • praxisnahe Unterstützung,
  • Weiterbildung und
  • merklich Spaß an der Zusammenarbeit auf jeder Ebene

Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?

Im Wurzener Land hatte sich bereits vor der Arbeit mit ASSKomm eine interkommunale Zusammenarbeit in Schwerpunktgruppen gebildet. Wir haben diese nicht gesprengt, sondern die Akteure für die präventive Verantwortung der einzelnen Bereiche sensibilisiert:

  • Arbeitsgruppe (AG) Sozialer Runder Tisch
  • AG Ordnung Sicherheit
  • AG Vereine
  • AG Demokratie

Unter diesen großen AG's gibt es kleinere Arbeitskreise, die an ihren spezifischen Themen arbeiten. Der Bogen reicht von A wie Ablagerung von Müll bis Z wie Zusammenhalt in der Gesellschaft. Derzeit ist es wichtig, die Arbeit dieser Gruppen zu vernetzen, die bestehenden Angebote und Bedarfe zu erfassen und die Priorität für die Problemlösung abzustimmen. Hier wollen wir einen abgestimmten Fokus auf Schwerpunkte setzen. Der liegt momentan auf der Ordnung, Schaffung und Umsetzung von Beteiligungsmöglichkeiten und Medienkompetenz sowie Sucht. 

Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?

Ein nachhaltig arbeitendes Netzwerk aus verschiedenen Akteuren flechten, welches den Wert der präventiven Arbeit erkennt und sich aktiv einbringt.
Wir haben die Möglichkeit eine Sicherheitsanalyse erstellen zu lassen. Aus dieser wird ersichtlich, ob das objektive und subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung eine Einheit bilden und in welchen Bereichen wir die größten Baustellen haben. Diese Ergebnisse dienen uns dazu, eine für unsere Region abgestimmte Präventionsstrategie zu erarbeiten.

Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm-Community sind?

Mitmachen, es lohnt sich. 

 

Kathrin Ardelt und Kristina Schubert - Verwaltungsverband Wildenstein

Auf dem Wappen des Verwaltungsverbandes Wildenstein ist unten ein blauer Fluss abgebildet. In der linken Ecke ist eine Grüne Tanne zu erkennen und rechts ein Engel in weiß mit Flügeln und einer Kerze in der Hand © Verwaltungsverband Wildenstein

Kurzvorstellung:

Mein Name ist Kathrin Ardelt und ich bin die Verbandsvorsitzende im Verwaltungsverband Wildenstein. Der Verwaltungsverband umfasst die beiden Mitgliedsgemeinden Börnichen/Erzgeb. und Grünhainichen mit den drei Ortsteilen Grünhainichen, Borstendorf und Waldkirchen/Erzgeb. Gleichzeitig bin ich als Standesbeamtin tätig und die Vorsitzende unseres neu gegründeten Kommunalen Präventionsrates (KPR).

Meine Kollegin Frau Kristina Schubert ergänzt in meinem Team als Sachbearbeiterin Prävention, Kultur und Tourismus perfekt ihre Aufgaben auch als Stabsstelle ASSKomm/KPR.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?

Wir waren von Anfang an ehrlich begeistert und sehr interessiert, auch wenn wir als Verwaltungsverband eher zu den kleineren kommunalen Größen aufgrund unserer Einwohnerzahl zählen. Uns ist die kommunale Prävention sehr wichtig. Die Probleme sind zwar anders gewichtet, dennoch auch hier vorhanden. Unser erstes Projekt, die »Mängelmelder-App« ist sehr gut in unseren Mitgliedsgemeinden angekommen und vor allem auch angenommen worden. Das Netzwerk ist sehr hilfreich und die Zusammenarbeit mit dem Team des LPR sehr gut. Um noch besser vor Ort zu wirken, haben wir das Projekt der Sicherheitsanalyse gestartet.

Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?

Der neue Input sowie der Erfahrungsaustausch im Netzwerk bzw. auch durch Workshops – die Hinweise auf neue Lösungsansätze sind hilfreich. Ohne ASSKomm hätten wir keinen Kommunalen Präventionsrat gegründet und es wären weniger wirkungsvolle Projekte entstanden.

Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?

Die Schwerpunkte in unserer Arbeit sind die bürgernahe Dienstleistung, das Sicherheitsgefühl in unseren Mitgliedsgemeinden zu stärken sowie Projekte anzubieten, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und informieren.
Kristina Schubert koordiniert die Aufgaben zwischen KPR, Verwaltung und LPR, inklusive Antragstellung und Realisierung der Projekte.

Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?

Wir wollen mit Hilfe von ASSKomm eine Sensibilisierung für den weiten Begriff der »kommunalen Prävention«, Stärkung des WIR- sowie Sicherheitsgefühls und gemeinsame Stärke gegenüber auftretenden Problemen erreichen.

Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm-Community sind?

Es lohnt sich in jeden Fall – egal wie groß die Kommune ist. Wichtig ist die Stabs- und Koordinierungsstelle, welche auch in Teilzeit durchaus realisierbar ist (gerade für kleinere Kommunen). Das Netzwerk untereinander sowie zu Behörden/Instituten fördert und bietet Lösungsansätze. Außerdem stärken diese Projekte das bürgerschaftliche Engagement. Die Zusammenarbeit ist wirklich unkompliziert und sehr freundlich, gerade auch bei den Fördermaßnahmen.

 

Martin Mrosek und Thomas Karl - Flöha

Martin Mrosek und Thomas Karl v.l.n.r.
Martin Mrosek und Thomas Karl v.l.n.r.   © Stadt Flöha

Kurzvorstellung

  • Thomas Karl - interkommunal koordinierender Gemeindevollzugsdienst (GVD) der Stadt Flöha in Kooperation mit den Kommunen Augustusburg, Oederan, Eppendorf, Leubsdorf und Niederwiesa
  • Martin Mrosek - Amtsleiter Hauptverwaltung

Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?

  • Das Pilotprojekt der Stadt Flöha ist meiner Meinung nach für kleine und mittlere Kommunen ein wunderbarer Weg um Ressourcen zu bündeln, sich gegenseitig zu unterstützen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu erhöhen.
  • Gerade in kleinen Kommunen, in denen es keinen „eigenen“ GVD gibt und auch die Polizei auf Grund der geographischen Lage wenig Präsenz zeigen kann, sind wir nun sichtbar und Ansprechpartner für die Bürger:innen.

Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?

Die Bündelung der unterschiedlichsten Kompetenzen in den verschiedenen Fachrichtungen als auch die sehr intensive und positive Zusammenarbeit mit dem Landespräventionsrat.

Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?

  • Das Entstehen von Kriminalität zu verhindern bzw. diese dort zu bekämpfen, wo sie entsteht.
  • Ein Bindeglied zwischen Bevölkerung, Verwaltung und Polizei zu verkörpern und damit Bürgernähe zu demonstrieren, als auch Vertrauen zu schaffen.
  • Die Umsetzung der Ideen der Arbeitsgruppe »Bunte Buswartehallen«. Das Projekt »Bunte Buswartehallen« läuft schon sehr erfolgreich und beinhaltet die Neugestaltung unserer bestehenden Wartehallen unter Einbezug verschiedener Kinder und Jugendlichen aus geographisch naheliegenden Einrichtungen. Ziel soll sein, den anhaltenden Vandalismus zu unterbinden, da auf selbst Erschaffenes mehr geachtet wird.
  • Das Projekt »Inobhutnahmestelle« soll eine gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern sowie den Aufbau eines Netzwerkes zu anderen sozialen Einrichtung schaffen, um den dort befindlichen Kindern und Jugendlichen trotz der teils schwierigen Situation die Möglichkeiten der weiteren Entwicklung zu zeigen und diese auf Ihrem Weg zu unterstützen.

Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?

  • Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung steigern und verstärkt an bereits bestehenden Brennpunkten arbeiten.
  • Im Rahmen des Pilotprojektes Ressourcen bündeln und die Zusammenarbeit aller Akteure stärken. Daraus resultiert ein starkes Netzwerk, welches allen hilft.

Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm-Community sind?

Gerade in unserem Pilotprojekt gab es bis jetzt nur positive Resonanz und die Zusammenarbeit mit ASSKomm und Herrn Heimer ist von so viel positivem Input gespeist, dass ich jedem zu diesem Weg raten würde.

 

Candy Sommer und Felix Pöhland - Pirna

Candy sommer in Polizeiuniform und ihm gegenüber Felix Pöhland
Candy Sommer und Felix Pöhland aus der Stadt Prina v.l.n.r.  © Stadt Pirna

1. Kurzvorstellung

Candy Sommer: Leiter Polizeirevier Pirna

Felix Pöhland. - seit März 2020 als Koordinator für Kommunale Prävention bei der Stadtverwaltung Pirna tätig.

2. Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?

C.S. Die Strategie ist ein Angebot, relevante Akteure der kommunalen Prävention neu oder wieder in einem Netzwerk zu bündeln. Dieses Angebot wird überwiegend gut angenommen. Es gelingt somit, verschiedene Aspekte einer Thematik auf Augenhöhe zu beleuchten und einen Problemlösungsprozess schneller voranzutreiben. Durch die erstellte Sicherheitsanalyse wurde konkrete Handlungsfelder bereits identifiziert. Der Stadt Pirna kommt hierbei federführend die Aufgabe zu, diese Handlungsfelder strategisch zu bewerten, Schwerpunkte zu setzen und unter Beteiligung der unterschiedlichen Akteure entsprechende Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Mit Einrichtung einer Stelle des Präventionskoordinators im Fachdienst Demokratie, Prävention und Migration kann sie dieser Rolle gerecht werden.

F.P. Durchweg positiv. ASSKomm unterstützt die teilnehmenden Kommunen beim Aufbau eines umfassenden Netzwerks und bietet  bedarfsgerechte Fort- und Weiterbildungsangebote an, insbesondere das Beccaria-Qualifizierungsprogramm zur Fachkraft für Kriminalprävention.

3. Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?

C.S. Durch die Intensivierung der Netzwerkarbeit bekommt man ein größeren Verständnis für die Arbeit der jeweiligen Akteure. Nicht zuletzt hilft dies auch bei der Bewältigung operativer bzw. täglicher Aufgaben. Nach dem Motto „In der Krise Köpfe kennen“ kann auf kurzem Weg ein Rat oder Hilfe eingeholt werden.

F.P.  ASSKomm bündelt die Erfahrungen anderer Kommunen und die Ergebnisse wissenschaftliche eruierter Projekte im Rahmen der Kommunalen Prävention. Kommunen können sich unkompliziert beraten und ggf. durch Coaches begleiten lassen. 
Vor allem die spezifischen Fortbildungsangebote sind in doppelter Hinsicht gewinnbringend. Auf der einen Seite erfolgt die Vermittlung von praxisbezogenem Fachwissen und auf der anderen Seite bietet sich die Gelegenheit, sich mit anderen Akteuren auszutauschen. Dieses bereits mehrfach erwähnte Netzwerk ist die Essenz von ASSKomm.
ASSKomm-Mitgleider haben zudem die Möglichkeit eine Sicherheitsanalyse in Ihrer Kommune durchführen zu lassen. Neben der Analyse von Kriminalität, Viktimisierung und kommunalspezifischen Faktoren werden im Rahmen einer Bürgerbefragung Daten zu den Themenkomplexen „subjektive Sicherheit und Lebensqualität in der Kommune“ erfasst und ausgewertet. Diese Ergebnisse dienen als Grundlage zur Erstellung einer bedarfsgerechten kommunalen Präventionsstrategie.

4. Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?

C.S. Durch die Bearbeitung von Sachverhalten ist die Polizei in der Lage, sich entwickelnde Brennpunkte zu erkennen. Zeichnen sich wiederkehrende Ursachen ab, muss es an die Bekämpfung dieser gehen. Hier verstehe ich es als Aufgabe, relevante Informationen datenschutzkonform im Präventionsrat vorzutragen und diese nach Bewertung an die dafür zuständigen Präventionsakteure zu steuern.

F.P.  Ein Schwerpunkt bildet die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Lenkungsgruppensitzungen unseres kommunalen Präventionsnetzwerks in Pirna (PNP). Dazu gehört auch die Evaluation und die Berichterstattung über die Wirksamkeit der im Gremium beschlossenen Maßnahmen. Der Koordinator fungiert als Bindeglied zwischen der Lenkungsgruppe und den Stadtteilbezogenen Arbeitsgruppen und lenkt damit den notwendigen Informationsaustausch.
Den zweiten Schwerpunkt bildet die Flankierung der Sicherheitsanalyse einschließlich der damit verbundenen Komponente Bevölkerungsbefragung

5. Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?

C.S. Die objektive Sicherheitslage in Pirna kann als gut bezeichnet werden. Dies findet sich jedoch oftmals nicht im Sicherheitsempfinden der Menschen wieder. Ein besonderes Anliegen von ASSKomm sollte sein, dass das Sicherheitsgefühl gesteigert und auf einem dauerhaft hohem Niveau gehalten wird.

F.P. Mithilfe von ASSKomm möchten wir eine kommunalspezifische Präventionsstrategie implementieren und damit sowohl Kriminalitätsfurcht abbauen als auch die Lebensqualität in Pirna weiterhin verbessern.

6. Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm-Community sind?

C.S. ASSKomm bietet den Kommunen die Chance, sich die Präventionslandschaft vor Ort neu zu erschließen. Durch das Coaching des Landespräventionsrates wird eine breite Hilfe angeboten. Neben einer professionellen Beratung zum Aufbau und zur Struktur eines kommunalen Präventionsrates gibt es auch Hilfestellungen zur Beantragung von Fördermitteln.

F.P. Mitglied werden und von Expertise und Erfahrungen aus dem Bereich kommunalen Prävention profitieren.

 

 

Christiane Wasielewski - die Koordinatorin des KPR Reichenbach i. V.

Portraifoto von Christiane Wasielewski. © Stadt Reichenbach i. V.

Kurzvorstellung
Ich heiße Christiane Wasielewski und bin die Koordinatorin des Kriminalpräventiven Rates in der Stadtverwaltung Reichenbach i.V.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?
Um eine effektive kommunale Präventionsarbeit zu leisten, braucht es ein präventives Netzwerk mit vielen unterschiedlichen Akteuren. Informationen werden ausgetauscht und weitergegeben. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut.

Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?
Hilfreich ist die Bündelung zahlreicher Akteure aus unterschiedlichen Fachämtern.

Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?
Die Schwerpunkte setzen wir in den bereits bestehenden vier Arbeitsgruppen: 

  • AG »Gegen Jugendkriminalität«
  • AG »Migration«
  • AG »Städtebauliche Kriminalprävention«
  • AG »Obdachlosenhaus«

In der Stadt Reichenbach brodelt seit Monaten ein immer größeres Müllproblem. Leider sind die Probleme der illegalen Müllentsorgung in den zurückliegenden Wochen weiter angestiegen. Das Ordnungsamt registriert einen deutlichen Anstieg an Bürgerbeschwerden. Um unsere Stadt dauerhaft von Müll und Unrat zu befreien möchten wir das Projekt »Saubere Stadt Reichenbach« starten. Die neu gegründete Arbeitsgruppe sucht gezielt nach Lösungswegen, um zukünftig besser und schneller gegen wilde Müllablagerungen, offene oder umgekippte Mülltonnen, illegale Ablagerungen von Müll in der Nähe von Wertstoffbehältern oder unsachgemäße Sperrmüllablagerungen vorzugehen.

Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?
Mit Hilfe von ASSKomm möchten wir ein stabiles und dauerhaftes Netzwerk mit möglichst vielen fachlichen Akteuren knüpfen. Ziel ist die Wiederherstellung der Sicherheit und Ordnung in der Stadt Reichenbach.

Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm-Community sind?
Mitglied der ASSKomm-Community werden, weil Kommunale Prävention Teamarbeit ist, und es für eine effektive kommunale Präventionsarbeit ein wirksames Netzwerk an Akteuren braucht.

 

Jens Hentschel-Thöricht - Motivator kommunaler Prävention in Seifhennersdorf

Portrait von Jens Hentschel-Thöricht © Stadt Seifhennersdorf

Kurzvorstellung
Jens Hentschel-Thöricht, Amt für Ordnung und Sicherheit der Stadt Seifhennersdorf
 
Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?
ASSKomm war in Seifhennersdorf lange Zeit unbekannt. Durch die Behandlung des Themas »kommunaler Präventionsrat« im Stadtrat Zittau auf das Thema aufmerksam geworden, habe ich die Etablierung eines solchen in der Stadt Seifhennersdorf Bürgermeisterin Karin Berndt empfohlen. 
Bis zur Beschlussfassung durch den Stadtrat konnten offene Fragen mit der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates zielführend und schnell geklärt werden. Im Zuge dessen entstand auch Kontakt mit Kommunen, die bereits länger in diesem Thema arbeiten. Bisher haben wir in Seifhennersdorf nur positive Erfahrungen gesammelt.
 
Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?
In der Zusammenarbeit ist als besonders positiv anzumerken, dass die Ansprechpartner schnell und einfach erreichbar sind. Kompetente Mitarbeiter, erreichbar, perfekt.
 
Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?
Schwerpunkte des kommunalen Präventionsrates der Stadt Seifhennersdorf werden sein:

  • alkoholisierte und alkoholkonsumierende Personen im öffentlichen Raum,
  • Grenzkriminalität und
  • Beschaffungs- und Drogenkriminalität.

Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?
Der Aufbau und die stetige Fortentwicklung eines Netzwerkes mit gewinnbringenden Akteuren für eine dauerhafte Etablierung einer präventiven Struktur ist eine der wichtigsten Aufgaben der städtischen Koordinierungsstelle. Nur so kann nachhaltig und erfolgreich eine Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung herbeigeführt werden.
 
Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm- Community sind?
Anderen Kommunen mitgeben? Packen Sie es an! Mit ASSKomm und der Geschäftsstelle Landespräventionsrates haben Sie die Möglichkeit, Probleme in der Kommune aktiv mit der engagierten Bürgerschaft anzugehen.
 

 

Gute Zusammenarbeit zwischen der Stabsstelle Kommunale Prävention und dem Ordnungsamt in Zwickau

Nicola Niedernolte links und Rainer Kallweit rechts stehen vor eine Wand mit Bildern und Texten über Zwickau. © Stadt Zwickau

Kurzvorstellung
Rainer Kallweit – Leiter Ordnungsamt Zwickau
Nicola Niedernolte – Stabsstelle Kommunale Prävention Stadtverwaltung Zwickau

Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?
Innerhalb von ASSKomm haben wir viele Partner aus ganz unterschiedlichen Bereichen gefunden, die sich mit der Kommunalen Prävention auseinandersetzen. Der produktive Austausch bringt zahlreiche gute Ideen hervor.

Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?
Die Angebote von ASSKomm insbesondere die Beratung, Fördermittel, Weiterbildung und Coaching begleiten uns auf dem Weg die Kommunale Prävention in Zwickau weiterzuentwickeln. So konnten wir im vergangenen Jahr die Stabsstelle Kommunale Prävention einrichten und in Zwickau einen Kommunalen Präventionsrat gründen.

Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?
Unsere Aufgabe sehen wir vor allem in der Vernetzung und der Bündelung von Ressourcen innerhalb der Kommune. Es geht darum, einen Überblick über die bestehenden Angebote zu gewinnen und zu erfassen, wo Bedarfe bestehen. In Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort begleiten wir die Entwicklung und Umsetzung von Präventionsprojekten. Dabei geht es sowohl um klassische Präventionsprojekte, die ein bestimmtes Problem in den Fokus nehmen, als auch um jegliche Projekte die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Erste Schwerpunkte die wir uns auf die Agenda gesetzt haben, sind die Bereiche Sucht, Graffiti, Schulverweigerung, Fahrradsicherheit und Quartiersentwicklung. Ein zweiter großer Schwerpunkt liegt in der Information der Bürger, der Schaffung von Beteiligungsmöglichkeiten und niedrigschwelligen Angeboten.

Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?
Ein gezieltes Präventionsmanagement für die Stadt Zwickau.

Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm-Community sind?
Nehmen Sie auf jeden Fall den Austausch innerhalb von ASSKomm wahr. Welche Ansätze und Möglichkeiten für eine Kommune sinnvoll und hilfreich sind, ist ganz individuell, aber um diese zu kennen und das Beste für Ihre Kommune herauszuholen, lohnt es sich innerhalb der ASSKomm vernetzt zu sein. Denn Sicherheit ist ein Thema was die Menschen überall beschäftigt.

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