8. LandesPräventionstag am 16./17. November 2026 in Dresden
Melden Sie sich jetzt für den 8. Landespräventionstag [LPT8] am 16. und 17. November 2026 im Internationalen Congress Center Dresden an.
Melden Sie sich jetzt für den 8. Landespräventionstag [LPT8] am 16. und 17. November 2026 im Internationalen Congress Center Dresden unter dem Titel:
»Wenn alles GUT geht, war´s PRÄVENTION« an.
Neben theoretischem Wissen werden auch viele praktische Ansätze – bewährte Programme und gute Praxis – die beiden Tage bestimmen. Der Kongress deckt das gesamte Spektrum der Prävention ab, u. a. Suchtprävention, kommunale und schulische Prävention, Gewaltprävention, Förderung von Lebenskompetenzen, Kinderschutz, Sport und Sicherheit, digitale Medien, Verkehrserziehung, Mobbing- und Extremismusprävention uvm.
Der LPT8 ist als Präsenz-Kongress geplant.
Zudem ergänzt eine große begleitende Messe zu allen relevanten Präventionsfeldern das umfangreiche Vortragsangebot an beiden Kongresstagen.
Für die Kommunale Prävention sind folgende Beiträge geplant:
- Vorstellung einer KI-gestützten modularen kommunalen Sicherheitsanalyse von Anja Herold-Beckmann, gemeinsam mit Dr. Jan Lorenz Wilhelm und Dr. Katharina Mohring
- Vortrag »Lücken schließen, Zukunft sichern: Das Plauener Modell der Kinder- und Jugendprävention.« von Frank M. Zabel (Kommunaler Präventionsrat Plauen)
- Unterstützungsangebote für kommunale Amts- und Mandatstragende – die »starke stelle« stellt sich vor mit Martina Ansorge und Dr. Frederike Wistuba, Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention.
- Prävention im Kiez – Rückblick auf fünf Jahre dialogisches Konfliktmanagement und starke Netzwerke in der Dresdner Neustadt mit dem Stadtbezirksamtsleiter André Barth und Neustadtkümmerer Peter Thormeyer
- Konfliktberatung und Prävention im Leipziger Osten mit Insa Bloem vom Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung & Julia Tunçel vom Kommunalen Präventionsrat Leipzig
Das Anmeldeportal für Besucherinnen und Besucher des LPT8 ist geöffnet.
Weitere Details sowie Abrufkontingente für Übernachtungen können Sie gern der folgenden Internetseite entnehmen: www.lpt.sachsen.de. Diese wird parallel zu den Vorbereitungen laufend auf dem aktuellsten Stand gehalten. Das Programm wird frühestens im Sommer 2026 veröffentlicht.
Lücken schließen, Zukunft sichern: Das Plauener Modell der Kinder- und Jugendprävention
Die Vision: Resilienz als Fundament
In Plauen ist Prävention mehr als Schadensbegrenzung – sie ist eine Investition in die Persönlichkeit. Wir folgen der Überzeugung: Wer frühzeitig Lebenskompetenzen erwirbt, entwickelt die nötige Widerstandskraft gegen die Gefahren von Gewalt und Sucht. Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen nicht erst zu helfen, wenn Probleme entstehen, sondern sie von Anfang an so zu stärken, dass Krisen bewältigt werden können.
Die Strategie: Eine lückenlose Präventionskette. Der Kommunale Präventionsrat (KPR) in Plauen koordiniert ein Netzwerk, das junge Menschen über zwei Jahrzehnte hinweg begleitet. Der Vortragende verdeutlicht diesen ganzheitlichen Ansatz:
Frühe Hilfen: Der Kontakt beginnt bereits bei der Familienhebamme. Sie ist die erste Vertrauensperson, die Eltern unterstützt und ein gesundes Aufwachsen ermöglichen.
Bildungsbiografie: In Kitas und Grundschulen werden Programme zur emotionalen Intelligenz fest verankert. In den weiterführenden Schulen rücken Themen wie Medienkompetenz und Konfliktmanagement in den Fokus.
Berufsstart: Die Begleitung endet nicht mit der Schulpflicht. Bis zum Berufsschulabschluss sichern wir den Übergang ab, um Jugendliche in der kritischen Phase der Verselbstständigung nicht zu verlieren.
Strukturelle Vernetzung: Das »Silodenken« wurde aufgebrochen. Stadtverwaltung, Polizei, Kitas, Schulen und Jugendarbeit wirken eng verzahnt zusammen.
Kontinuität: Da Plauen diesen Weg seit Jahren verfolgt, sind die Angebote keine isolierten Maßnahmen, sondern aufeinander aufbauende Bausteine einer stabilen Biografie.
Lokale Identität: Prävention ist in Plauen zur Gemeinschaftsaufgabe geworden, die fest im Bewusstsein der kommunalen Akteure verankert ist.
Trotz der Erfolge bleibt das System lernend. Der KPR identifiziert klare Felder für den weiteren Ausbau wie Netzwerk, Gesetzliche Grundlagen, finanzielle Ausstattung und Beteiligung. Er arbeitet daran, Jugendliche nicht nur als Zielgruppe, sondern als aktive Gestalter der Präventionsarbeit einzubinden.