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Neuigkeiten

Auf den Spuren der kommunalen Kriminalprävention

Frau Prof. Dr. Rita Haverkamp spricht vor den Teilnehmern des Symposiums am 11. Februar 2020 anlässlich der Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement an der Universität Tübingen © LPR

Am 11. Februar 2020 hat Frau Professor Dr. Rita Haverkamp von der Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagemant zu einem Symposium an die Juristische Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen eingeladen.

Unter dem großen Thema "Auf den Spuren der kommunalen Kriminalprävention in Deutschland: Anfänge – Etablierung – Perspektiven in Wissenschaft und Praxis" waren neun Vorträge zu hören. Die Vorträge bewegten sich an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Dabei ging es um einen lernenden Austausch auf beiden Seiten, um die jeweiligen Erkenntnisse und Erfahrungen sowohl in der weiteren Forschung als auch im praktischen Handlungsfeld zu berücksichtigen. Die Forderung nach evidenzbasierten Präventionskonzepten und -maßnahmen hat die Praxis schon längst erreicht und vermehrt lässt sich ein solches Vorgehen in den Kommunen beobachten. Dabei stellt sich die Frage nach den Nutznießenden kriminalpräventiver Anstrengungen: Wer hat daran teil und profitiert davon und wer nicht? Hieraus ergibt sich wiederum die Frage, wie sich Kriminalprävention gerecht verteilen lässt. Diese Denkanstöße mündeten schließlich in eine Podiumsdiskussion über die Perspektiven der kommunalen Kriminalprävention in Wissenschaft und Praxis.

 

Ein Jahr ASSKomm - eine Bilanz

Innenminister Prof. Dr. Wöller spricht vor Teilnehmers der ASSKomm-Konferenz
Prof. Dr. Roland Wöller, Staatsminister des Innern Sachsen  © LPR

Erst ein Jahr ist vergangen, seit die acht Modellkommunen unter der Leitung des Sächsischen Innenministers Prof. Dr. Roland Wöller bei der Auftaktveranstaltung am 6. Februar 2019 zur Landesstrategie Allianz Sichere Sächsische Kommunen (ASSKomm) gemeinsam den roten Buzzer als offiziellen Startschuss drückten.

Schon jetzt ist die noch junge Landesstrategie dabei ein Erfolgsmodell zu werden. Durch die personelle Verstärkung der Geschäftsstelle Landespräventionsrat (LPR) konnte dem hohen Interesse seitens der Kommunen nachgekommen und nahezu wöchentlich Beratungsgespräche zur Landesstrategie geführt werden. Insgesamt haben sich 64 Kommunen über ASSKomm informiert und sich zur Gründung und Etablierung eines Kommunalen Präventionsrates (KPR), zur Förderrichtlinie Kommunale Prävention oder weiteren Präventionsthemen beraten lassen.

Besonders die Bündelung gesellschaftspolitischer Akteure in einem KPR stößt auf großes Interesse unter den Kommunen: In 16 Kommunen hat sich bereits ein Kommunaler Präventionsrat (KPR) neu konstituiert oder reaktiviert. Durch den KPR kommen die Akteure, die das Leben in den Kommunen mitgestalten, zusammen an einen Tisch und können Expertisen aus ihrem jeweiligen Bereich einbringen. Das erleichtert die Absprachen untereinander und bündelt zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen durch gezielte Handlungsmöglichkeiten.

Die Arbeitsgruppe ASSKomm (AG ASSKomm), die bereits im November 2018 ins Leben gerufen wurde, kam bereits mehrfach zusammen, um die Landesstrategie ASSKomm weiterzuentwickeln. Die AG setzt sich zusammen aus den Vertretern/-innen

  • der acht Modellkommen Chemnitz, Freital, Görlitz, Leipzig, Pirna, Plauen, Wurzen und Zwickau,
  • des Sächsischen Städte- und Gemeindetages e.V.,
  • des Sächsischen Landkreistages,
  • des Landesamtes für Schule und Bildung,
  • des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung (SMJusDEG),
  • des Instituts für Beratung, Begleitung und Bildung e.V. (Institut B3),
  • der Aktion Zivilcourage e.V.,
  • des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie
  • der Polizei Sachsen.

Der Erfahrungsaustausch innerhalb der Arbeitsgruppe hilft der Arbeitsebene nah an auftretenden Problemen zu agieren, sie zu besprechen und gemeinsam Lösungen für Kommunen zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund wird aktuell beispielsweise eine Broschüre in Zusammenarbeit mit der AG ASSKomm fertig gestellt, in der die Funktionsweise und der Ablauf für Kommunale Prävention (im Rahmen der Landesstrategie) übersichtlich erklärt wird.

Weiterhin konnten kommunale Problemfelder, in denen Handlungsbedarf besteht und die eine Vielzahl von Kommunen betreffen, analysiert werden: Vermüllung öffentlicher Plätze, Graffitis, Drogenmissbrauch und „herumlungernde Jugendliche“ sind regelmäßig wiederkehrende Themen.

Die Herausarbeitung und Analyse dieser Probleme ermöglicht es, die Kommune in der gezielten Lösungsfindung und Strategieentwicklung effektiv zu unterstützen. Hierbei werden auch Erfahrungen von Kommunen genutzt, die bereits ein Konzept in den jeweiligen Bereichen ausgearbeitet haben, um anschließend das Wissen an alle beteiligten ASSKomm-Kommunen weiterzugeben. Ein Ziel für 2020 ist daher, den Erfahrungs- und Informationsaustausch unter den Kommunen zu verstärken.

Mit dem Startschuss für das Coaching wurde ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Qualitätssteigerung erreicht. Das Institut Beratung, Bildung und Begleitung e.V. (Institut B3) als kompetenter Partner konnte für die Koordinierung gewonnen werden. Ziel des Coachings ist die Bereitstellung eines festen Ansprechpartners für die Kommunen, der sie berät, begleitet und in ihrer Handlungsfähigkeit stärkt. Dabei wird auf einzelne örtliche und thematische Gegebenheiten eingegangen, um sie in allen Belangen zu unterstützen.

Mit dem Portal www.asskomm.de wurde darüber hinaus eine lebendige Plattform geschaffen, die regelmäßig über aktuelle Entwicklungen in der kommunalen Präventionslandschaft berichtet, Informationsmaterial zur Verfügung stellt und dabei die Bedarfe und Bedürfnisse berücksichtigt, welche die Kommunen zurückspiegeln.

Daher ein großes Dankeschön an alle Kommunen und Akteure für die wunderbare und konstruktive Zusammenarbeit verbunden mit dem Wunsch, diese erfolgreich fortzusetzen.

 

Auftaktveranstaltung Coaching

Gruppenbild der Teilnehmer an der Auftaktveranstaltung Coaching vor dem Kugelhaus in Dresden © Institut B3 e. V.

Zur Begleitung der ASSKomm-Kommunen sowie der „Prävention im Team (PiT)“-Regionen hatte der LPR ein Coaching konzipiert und diese Leistung ausgeschrieben. Ende 2019 konnte der Zuschlag für die Leistung erteilt werden. Somit stehen ab sofort allen ASSKomm- und PiT-Akteuren bei Bedarf Beraterinnen und Berater zur Verfügung, die sie kostenfrei bei Planung, Durchführung und Weiterentwicklung ihrer Präventionsarbeit unterstützen.

Am 6. Februar 2020 haben der LPR und das Institut B3 e. V. interessierte Coaches eingeladen, um sie über die Inhalte der Landesstrategien ASSKomm und PiT zu informieren und die Beratungsphilosophie des LPR zu verdeutlichen. Ziel der eintägigen Veranstaltung war es, die Coaches auf ihre Beratungstätigkeit mit den Kommunalverwaltungen, Bürgermeistern bzw. Kommunalen Präventionsräten vorzubereiten. Die Coaches haben große Fachkompetenz in  Coaching, Mediation oder Supervision, aber es war zu erklären: "Was ist ASSKomm? Warum machen wir ASSKomm? Wie funktioniert ASSKomm?" Gleiches galt für die Landesstrategie PiT.

Im Nachfolgetermin am 8. April 2020 in der Messe Dresden sind interessierte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und Mitarbeiter/-innen von Verwaltungen eingeladen, sich über die Vorteile des Coachings für ihre Kommunen informieren zu lassen.

 

Save the Date – 5. LandesPräventionstag Sachsen am 16./17. November 2020

ein Mädchen und ein Junge kommunizieren mittels Telefon und Blechdose, dahinter ein orangener Untergrund mit der Schrift 5. Landespräventionstag am 16. und 17. November 2020
Save the Date - LPT5  © LPR

Wir laden Sie herzlich zum 5. LandesPräventionstag (LPT5) am 16./17. November 2020 nach Radebeul ins Radisson Blu Park Hotel & Conference Centre ein. Der Kongress befasst sich diesmal im Schwerpunkt mit kommunaler Prävention und steht unter dem Motto:

                               PRÄVENTION KOMMUNIZIEREN

Der Freistaat Sachsen setzt mit der „Allianz Sichere Sächsische Kommunen“ (ASSKomm) neue Impulse, um Prävention vor Ort in den Kommunen zu stärken. Neben theoretischem Wissen werden auch viele praktische Ansätze – bewährte Programme und gute Praxis – die beiden Tage bestimmen. Das Spektrum reicht darüber hinaus von Gewalt-, Extremismus- und Suchtprävention bis hin zur Schulprogrammarbeit, dem Erwerb von Lebenskompetenzen, der Gesundheitsförderung und dem Umgang mit Digitalen Medien. Zudem wird das umfangreiche Vortragsangebot an beiden Kongresstagen durch eine kongressbegleitende Messe zu allen relevanten Präventionsfeldern ergänzt.

Daher: merken Sie sich den Termin vor und lassen Sie uns gemeinsam über / mit / durch PRÄVENTION KOMMUNIZIEREN.

Sicherheitskonferenz des Kommunalen Präventionsrates der Stadt Torgau

Wappen von Torgau mit dem Schriftzug Stadt der Renaissance © Stadt Torgau

Im Ratssaal Torgau fand am 11. Oktober 2019 eine Sicherheitskonferenz zur Kriminalitätsentwicklung der Elbkommune statt. Schwerpunkte sind der Anstieg von Fahrraddiebstählen, Einbrüche, Betäubungsmitteldelikte, Sachbeschädigungen usw., u. a. im Stadtteil Nordwest. Unter Vorsitz der Oberbürgermeisterin Barth, des Polizeipräsidenten Schultze und mit Beteiligung des Beigeordneten Dr. Rexrodt des Landratsamtes Nordsachsen sowie von Vertretern der Staatsanwaltschaft, des Jobcenters, der Schulbehörde, von Schulleitungen, des Landespräventionsrates, weiterer Behörden und aus der Wohnungswirtschaft.

Es wurde die gezielte Zusammenarbeit über den Kommunalen Präventionsrat (KPR) definiert, um ab sofort gemeinsam Lösungsansätze für die Schwerpunkte „Ordnung und Sicherheit“, „Schule“ sowie „Jugendkriminalität/-delinquenz“ zu erarbeiten. Im Rahmen von ASSKomm erhält die Stadt Torgau eine Förderung des Landespräventionsrates über die Richtlinie Kommunale Prävention, um diese Arbeit mit Unterstützung von Personal- und Sachkosten intensivieren zu können. Die KPR-Gremien tagten bereits mehrfach im Oktober und November.
 

ASSKomm weckt Interesse auf der Fachtagung »Kommunale Prävention - Impulse und Vernetzung«

Das Deutsche Forum Kriminalprävention und das Nationale Zentrum Kriminalprävention führten am 26. und 27. September 2019 die Fachtagung »Kommunale Prävention – Impulse und Vernetzung« durch. Eingeladen waren Vertreter der Landespräventionsgremien der Bundesländer, um sich über aktuelle Entwicklungen, Bedarfslagen und Herausforderungen sowie die Möglichkeiten gemeinsamer Projekte auszutauschen. So ist beispielsweise die Neuauflage der Broschüre »Impulse für das Kommunale Präventionsmanagement« geplant, an der auch der Landespräventionsrat Sachsen mitwirken wird. Darüber hinaus brachte er die Landesstrategie »Allianz Sichere Kommunen« ein und weckte damit bei den Vertretern einiger Bundesländer Interesse an einem intensiveren Informationsaustausch.

 

3. Sitzung der Arbeitsgruppe ASSKomm

Das Bild zeigt die Mitglieder der Arbeitsgruppe an einem runden Tisch sitzend. Im Hintergrund die Leinwand auf grünem Untergrund mit den Tagesordnungspunkten.
Mitglieder der Arbeitsgruppe ASSKomm im Austausch  © LPR #ASSKomm

Die Ansprechpartner der Modellkommunen und weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe ASSKomm trafen sich am 23. September 2019, um sich auszutauschen und Neuigkeiten von der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates zu erfahren. Seit dem Startschuss durch den sächsischen Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller am 6. Februar 2019 wurden neue Kommunalpräventive Räte gegründet und Projekte in Angriff genommen, über welche auf unserem Online-Portal regelmäßig berichtet wird. Darüber hinaus wurden auch Probleme angesprochen, für die durch die gute Vernetzung in der Arbeitsgruppe Lösungen gefunden werden konnten.

Die wichtigste Neuigkeit der Geschäftsstelle betraf die Information zum 5. Landespräventionstag im Herbst 2020 (LPT5). Hauptthema wird die Kommunale Kriminalprävention sein, wo sich neben den Teilnehmern der Arbeitsgruppe auch alle Kommunen einbringen können. Zukünftig ist auch eine stärkere Vernetzung zur Landesstrategie Prävention im Team (PiT) geplant.

 

Freital gründet Kriminalpräventiven Rat (KPR)

Konstituierende Sitzung des KPR, alle Teilnehmer sitzen an einem runden Tisch und hören dem Vortrag von Fabian Brust an
v.l.n.r.: Steffen Klemt, Rico Sommerschuh, Uwe Rumberg, Katrin Reis, Simone Lehmann, Gerd Glöß, Anja Herold-Beckmann, Henryk Eismann, Daniel Wirth, Ralf Schindler, Heidrun Weigel, Christian Schäfer, Xaver Seitz, Sven Forkert, Fabian Brust  © Stadt Freital

Die konstituierende Sitzung fand am 18. September 2019 im Rahmen des ersten Präventionstages der Stadt Freital statt. Oberbürgermeister Uwe Rumberg erarbeitete gemeinsam mit Vertretern von Polizei, Katastrophenschutz, Suchtberatungsstellen, Seniorenstellen,  Amtsgericht, Ordnungsamt, Wohnungsgesellschaft, Technische Werke, Soziale Arbeit und dem DRK, Schwerpunkte für die Präventionsarbeit in der Stadt Freital. Ziel soll es sein, konkrete Problemlagen zu identifizieren und die nächsten Schritte – wie Bürgerveranstaltungen, eine Sicherheitsanalyse oder erste konkrete Maßnahmen – festzulegen. Schließlich geht es darum auf Augenhöhe mit Transparenz und lösungsorientierten Ansätzen die Stadt Freital noch sicherer zu machen und die Zufriedenheit aller Bürger in gemeinschaftlicher Arbeit zu verbessern.

Einen Tag zuvor präsentierte sich die ASSKomm im Stadtkulturhaus Freital mit einem Infostand.

 

Gemeinsame PiT-Kooperation im Vogtlandkreis und im Landkreis Zwickau unterzeichnet

die vier Kooperationspartner stehen vor den Rollups von PiT und Asskomm
Unterzeichnung der PiT-Kooperation, v.l.n.r. Cornelia Bretschneider (Amtsleiterin LK Zwickau), Beigeordneter Dr. Uwe Drechsel(Vogtlandkreis), Conny Stiehl (PD Zwickau), Thomas Graupner (LaSuB)  © PD Zwickau

Prävention im Team (PiT), der behördenübergreifende Arbeitsansatz, um Prävention in ganz Sachsen optimal zu gestalten, findet weiter Verbreitung.

Der Landkreis Zwickau und der Vogtlandkreis wollen künftig beim Thema Prävention auf die bereits im Vogtlandkreis seit Jahren praktizierte Zusammenarbeit setzen und mit einer Kooperationsvereinbarung ihre Zusammenarbeit auch landkreisübergreifend verbindlich festlegen. Dazu fand am 27. August 2019 in Reichenbach/Vogtland der feierliche Unterzeichnungsakt statt.

Mit dieser Kooperationsvereinbarung werden Regelungen für eine zielgerichtete Unterstützung der programmatischen Arbeit in Schulen, Kindertageseinrichtungen und im Bereich der Kindertagespflege getroffen. Das Grundprinzip ist die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Maßgabe, für die benannten Themenfelder eine bestmögliche Verzahnung von Prozessen und Strukturen sowie eine optimale Nutzung vorhandener Ressourcen zu erreichen. Auf bestehende Formen der Zusammenarbeit und Netzwerke wird aufgebaut.

Die Geschäftsstelle des Landespräventionsrates (LPR) begleitet diese regionalen Kooperationen in ganz Sachsen. Gleichzeitig wird PiT in die kommunale Präventionsstrategie Allianz Sichere Sächsische Kommunen (ASSKomm) eingebettet. Dazu gibt es beispielsweise zwischen der Stadtverwaltung Reichenbach und der Geschäftsstelle LPR bereits Arbeitsbeziehungen.

Startschuss zum siebten BECCARIA-Qualifizierungsprogramm

18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sitzen an einem runden Tisch, vor ihnen liegen die Schreibunterlagen.
Modul 1 des Beccaria-Qualifizierungsprogramms  © LPR

Prävention rechnet sich! Unter diesem Slogan haben 18 Teilnehmer am 23. August 2019 das siebte BECCARIA-Qualifizierungsprogramm  im Hotel "Alte Mühle" in Chemnitz-Siegmar begonnen. Sie werden sich in den nächsten zehn Monaten in insgesamt vier Modulen mit kriminologischen Theorien, empirischen Untersuchungen und Ansätzen der kommunalen Prävention auseinandersetzen.

Aber vor allem werden sie am Ende der Fortbildung in der Lage sein, Methoden des Projektmanagements auf die Planung eines Präventionsprojekts anzuwenden.

 

Bereits am ersten Wochenende haben sich die Teilnehmer nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit Feuereifer in kleinen Gruppen oder auch in großer Runde an die Arbeit gemacht, um die Geheimnisse der Polizeilichen Kriminalstatistik zu entschlüsseln und sich mit den Bereichen Kriminologie, Kriminalistik und Kriminalprävention zu beschäftigen

 

LPR Brandenburg zu Besuch in der Geschäftsstelle

Kolleginnen und Kollegen des LPR Brandenburg sitzen an einem Tisch und schauen auf eine Präsentation
Im regen Austausch zur kommunalen Prävention  © LPR

Am 15. und 16. August 2019 begrüßten wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landespräventionsrates (LPR) Brandenburg in unserer Geschäftsstelle. Initiiert wurde der Besuch vom LPR Brandenburg, mit dem ZieI Erfahrungen auszutauschen und künftige Vorhaben - eventuell auch gemeinsame – zu erörtern. Da auch in Brandenburg bereits erste Schritte zur besseren Vernetzung und aktiven Förderung kommunaler Gremien gegangen werden, stand natürlich die "Allianz Sichere Sächsische Kommunen (ASSKomm)" besonders im Mittelpunkt. Unsere Gäste erhielten einen tiefgründigen Einblick in dieses vielversprechende Instrument der kommunalen Präventionsarbeit zur Verbesserung der objektiven und subjektiven Sicherheitslage der Bürgerinnen und Bürger.

Zudem boten wir Ihnen noch die Gelegenheit ein Praxisbeispiel vor Ort kennenzulernen. So dass schließlich eine Gesprächsrunde beim Kriminalpräventiven Rat Pirna und dem Koordinator gegen Extremismus im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge ihren Besuch abrundete.

 

Stadt Plauen gründet Kommunalen Präventionsrat

Sechs Personen stehen in einem Raum vor einem Fenster und schauen lächelnd in die Kamera.
v.l.n.r: Anja Ullmann (Fachbereichsleiterin Sicherheit und Ordnung), Michael Peetz (Polizeirevier Plauen), Sevina Wirth (Geschäftsstelle Kommunaler Präventionsrat), Ralf Oberdorfer (Oberbürgermeister), Hagen Berndt (VFB Salzwedel e.V.), Lutz Schäfer (Fachbereichsleiter Jugend/Soziales/Sport), Agnes Sander (VFB Salzwedel e.V.)  © Stadt Plauen

Bereits im März diesen Jahres, waren sich Vertreter der Stadt Plauen einig, einen Kommunalen Präventionsrat einzurichten. Am 08. August 2019 war es schließlich so weit. Unter Vorsitz des Oberbürgermeisters, Herrn Ralf Oberdorfer, fand sich das Gremium zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Zu diesem Termin war auch der VFB Salzwedel e. V., vertreten durch Frau Agnes Sander und Herrn Hagen Berndt, eingeladen, um den Verein, dessen Aufgaben und Ziele sowie die geplante Zusammenarbeit mit der Stadt Plauen in einer Präsentation kurz vorzustellen.

In den nächsten Monaten wird Frau Sandner gemeinsam mit einer weiteren Kollegin mehrere Tage pro Monat vor Ort sein, um verschiedene Konfliktfelder in der Stadt Plauen zu beleuchten. Dabei geht es um Erkenntnisgewinne, zu den verschiedenen Wahrnehmungen von Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt, wo zentrale Dynamiken liegen und welchen davon entgegengewirkt bzw. welche unterstützt werden sollten.

Ziel des Vereins ist es schließlich, in der Lage zu sein, Strategien, Ansatzpunkte und Handlungsoptionen für entsprechende Projekte liefern zu können. Im anschließenden Pressegespräch wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Oberbürgermeister und dem Verein unterzeichnet.

 

ASSKomm-Strategie Bürgerpolizistinnen und Bürgerpolizisten vorgestellt

Eine Leinwand im Hintergrund des Bildes, davor die Bürgerpolizistinnen und Bürgerpolizisten in der Rückansicht. © Social Media Team

Am 9. Juli 2019 folgten die Revierleiterinnen und Revierleiter sowie die Bürgerpolizistinnen und Bürgerpolizisten der Einladung von Innenminister Roland Wöller und Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar in die Offizierschule des Heeres Dresden, um über die aktuellen Herausforderungen, die Zusammenarbeit mit den Kommunen und das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit zu sprechen.

Insbesondere die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den örtlich zuständigen Polizeirevieren und den Kommunen stellt für die Polizei eine wichtige Säule in der »Allianz Sichere Sächsische Kommunen« dar, die im Rahmen ihrer Aufgaben wesentlich zur Wirksamkeit der Strukturen und Verbesserung des kommunalen Klimas beitragen kann.

Staatsminister Prof. Dr. Roland Wöller fasste die Veranstaltung mit den Worten zusammen: »Sicherheit wird für die Menschen in unserem Land zunehmend bedeutsam. Die Sächsische Polizei ist das Rückgrat der Sicherheit im Freistaat Sachsen und genießt bei den Bürgerinnen und Bürgern zu Recht hohe Anerkennung. Für diesen Einsatz danke ich allen Beteiligten herzlich.«

 

Freital gründet wieder einen Kriminalpräventiven Rat

Alle Teilnehmer stehen vor der Leinwand. Zu sehen ist die Startseite der Präsentation mit grünem Hintergrund und der ASSKomm Grafik. Mehrere Männlein in Legografik halten ein Spruchband mit der Aufschrift Allianz Sichere Sächsische Kommunen hoch. © Stadt Freital

Auf Einladung des Oberbürgermeisters der Stadt Freital, Herrn Rumberg trafen sich am 8. Juli 2019 Präventionsakteure und an Prävention Interessierte der Stadt Freital im Rathaus Potschappel, um im Beisein von Staatsminister Prof. Dr. Wöller gemeinsam die Wiederbelebung des Kriminalpräventiven Rates (KPR) Freital zu beschließen.

Zum Auftakt stellte Staatsminister Prof. Dr. Wöller den Anwesenden die Landesstrategie „Allianz Sichere Sächsische Kommunen“ (ASSKomm) vor und warb für die Zusammenarbeit aller relevanten Akteure auf kommunaler Ebene, um dem grundlegenden Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach einem sicheren Wohn- und Lebensumfeld noch besser gerecht zu werden.
Die Wiederbelebung des KPR Freital ist dabei ein entscheidender Meilenstein.

Durch die Geschäftsstelle des Landespräventionsrates Sachsen wurden der seit dem Jahr 2017 im Landkreis umgesetzte Arbeitsansatz „Prävention im Team (PiT)“ für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen und die Ergebnisse der im Rahmen PiT durchgeführten Schülerbefragung vorgestellt. Denn wirkungsvolle Prävention muss bereits weit vor der Entwicklung von Kriminalität ansetzen und somit bereits Verhaltensweisen, Ereignissen und Verhältnissen vorbeugen, die (noch) nicht kriminell sind.  

Im Ergebnis der anschließenden Diskussion waren sich die Anwesenden einig, dass neben der sicherheitsrelevanten Arbeit von Polizei und Justiz das Thema Prävention als gesamtgesellschaftlicher Ansatz auf kommunaler Ebene verstärkt in den Fokus genommen werden muss. Mit der Neugründung des KPR Freital wird die Stadt dazu den ersten Schritt tun.   

»Die Sicherheit unserer Bürger liegt mir persönlich am Herzen. Auch deshalb beteiligt sich die Große Kreisstadt Freital an ASSKomm , der »Allianz Sichere Sächsische Kommunen«, die das Sächsische Innenministerium ins Leben gerufen hat«, so Oberbürgermeister Uwe Rumberg.

 

Sicherheitspartnerschaft zwischen der Stadt Freiberg und dem Polizeirevier Freiberg

Auf dem Tisch liegt ein Dokument, welches gerade unterzeichnet wird. Es ist nur die Hand und der darin befindliche Stift zu sehen.
Unterzeichnung der Sicherheitspartnerschaft  © LPR

Mitte Juni vereinbarten der Oberbürgermeister der Universitätsstadt Freiberg, Sven Krüger, und der Leiter des Polizeireviers Freiberg, Polizeioberrat Jens Uhlmann, die kommunale Prävention in Freiberg zu intensivieren. Damit geht nun auch von Freiberg ein Impuls für die »Allianz Sichere Sächsische Kommunen« (ASSKomm) aus, um mit einer gezielten Bündelung aller institutionellen Partner u. a. die Sicherheitslage zu verbessern und das Sicherheitsgefühl und somit die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen.

 

Sechster Beccaria-Qualifizierungsdurchgang beendet - Neue »Fachkräfte für Kriminalprävention« ausgebildet

Fünf Teilnehmerinnen und vier Teilnehmer stehen unter einem Pavillion und halten ihr Zertifikat Fachkraft für Kriminalprävention in die Kamera.
Frisch ausgebildete Fachkräfte für Kriminalprävention  © LPR

Am 15. Juni 2019 endete der sechste Beccaria-Qualifizierungsdurchgang und weitere elf Beccarianer erhielten ihre Zertifikate zur »Fachkraft für Kriminalprävention«. In insgesamt vier Modulen an acht Wochenenden lernten sie kriminologische Ursachen und empirische Untersuchungen kritisch zu bewerten und wie der Ansatz der Kommunalen Prävention wirksam umgesetzt wird. Basierend auf diesem Wissen entwickelten sie abschließend Präventionsprojekte, deren Konzepte demnächst auf dieser Seite veröffentlicht werden können.

Das Beccaria-Qualifizierungsprogramm wird fortgesetzt: der siebte Durchgang startet am 23. August 2019, es sind noch wenige Plätze frei.

 

Revierleiter und Oberbürgermeister von Pirna hören Bürgern zu

Das Bild zeigt den Revierleiter von Pirna Candy Sommer in Rückansicht, dahinter stehen kaum erkennbar Bürger, welche sich mit ihm unterhalten.
Polizeirat Candy Sommer im Gespräch mit Pirnaer Bürgern  © Polizei Sachsen

Am 27. Mai 2019 waren neben Vertretern aus der Lenkungsgruppe des Präventionsnetzwerkes Pirna auch Händler und Gewerbetreibende unterwegs. An einzelnen Orten, wo über konkrete Probleme/Herausforderungen gesprochen wurde, kamen Bürger hinzu und haben sich eingebracht. Zudem warfen die Teilnehmer beispielsweise einen Blick auf städtebauliche Veränderungen (Durchbrechen langer Wohnblockfronten durch Teilabriss und parkähnlicher Gestaltung der entstandenen Freiflächen), die zwischenzeitlich wieder zum Verweilen einladen und eine größere Identifizierung mit dem eigenen Wohnumfeld ermöglichen. Weiter wurde die Sanierung und Instandsetzung der Beleuchtung im Juni unter dem Motto »Licht schafft Sicherheit« thematisiert.

Polizeirat Candy Sommer: »Ich werte diesen ersten Stadtspaziergang als durchaus positiven Probelauf. Wir müssen diesen aber in der Zukunft noch besser ankündigen. Leider fand das zum jetzigen Termin etwas ungenügend statt. Da gibt es noch Reserven auf Seiten der Stadt Pirna.«

 

Beratung zur Etablierung eines Kommunalen Präventionsrates in Plauen

Die Vorderansicht des Rathauses der Stadt Plauen. © Stadt Plauen

Am 16. April 2019 beriet Sven Forkert von der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates, Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, zwei Bürgermeister sowie weitere Vertreter der Stadt Plauen, der Polizei sowie des Landratsamtes Vogtlandkreis, zur Etablierung eines kommunalen Präventionsrates in Plauen.

Beratung zu Fördermöglichkeiten der Kommunalen Präventionsstruktur in Pirna

Von links nach rechts an einem Tisch sitzend: Candy Sommer, Anja Herold-Beckmann, Johannes Enke, Katharina Grundmann, Thomas Gockel, Klaus-Peter Hanke
v. l. n. r.: Candy Sommer, Anja Herold-Beckmann, Johannes Enke, Katharina Grundmann, Thomas Gockel, Klaus-Peter Hanke   © LPR

 

Am 26. März 2019 tauschten sich Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke, Revierleiter Candy Sommer sowie Sven Forkert und Anja Herold-Beckmann von der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates aus, um weitere Schritte zur Förderung des Präventionsnetzwerkes Pirna zu besprechen.

Neuer Kommunalpräventiver Rat in Annaberg-Buchholz

Die Referentin Anja Herold-Beckmann am Rednerpult. Daneben befindet sich eine Leinwand. Sie spricht zu Vertretern der Stadt, von denen vier im Bild sichtbar sind. © Stadt Annaberg

Angesichts bisheriger Erfahrungen und den Erkenntnissen der ASSKomm-Konferenz, wurde am 12. März 2019 im Annaberger Rathaus ein neuer Kommunalpräventiver Rat ins Leben gerufen. Wesentliche Ziele der Kooperationspartner sind der Erhalt des gesellschaftlichen Friedens, die Vermeidung von Kriminalität, die Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Bürger und damit insgesamt mehr Lebensqualität in der Stadt.

 

ASSKomm-Strategie findet ihre Fortsetzung mit Vertretern aus den Polizeibehörden

Das Bild zeigt den Landespolizeipräsidenten bei der Vorstellung der ASSKomm-Strategie
Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar stellt die ASSKomm-Strategie vor.  © SMI/Kummerlöw

Besonders wichtig ist, dass die Herstellung von Sicherheit viel früher beginnt und dabei auch das Sicherheitsgefühl eine wesentliche Rolle spielt – kommunale Prävention muss daher »Chefsache» in der Kommune sein. Deswegen erging der Aufruf an die Gemeinden und Landkreise ‚Kommunale Präventionsräte‘ einzurichten.  

Diese Botschaft, die von ASSKomm am 6. Februar ausging, soll aktiv weiterverbreitet und umgesetzt werden.  

Herr Staatsminister Prof. Dr. Wöller hatte deswegen für den 4. März 2019 die Polizeipräsidentin und alle Polizeipräsidenten sowie Revierleiterinnen und Revierleiter eingeladen, um die ASSKomm-Strategie und die Rolle der Polizei darin zu erläutern. Über die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den örtlich zuständigen Polizeirevieren und den Kommunen hinaus stellt die Polizei in diesen Gremien eine wichtige Säule dar, die im Rahmen ihrer Aufgaben wesentlich zur Wirksamkeit der Strukturen und Verbesserung des kommunalen Klimas beitragen kann. Dieser Einladung folgten schließlich 50 Vertreterinnen und Vertreter aus den Polizeibehörden.

Vorstellung der ASSKomm–Strategie in BILDERN

 

Forschungsbericht – Kommunale Kriminalprävention in Deutschland 2018

Das Bild zeigt das Deckblatt des Berichtes mit einer Deutschlandkarte auf welcher die Präventionsräte symbolisch dargestellt sind sowie den Titel des Berichtes. © Nationales Zentrum für Kriminalprävention

Im Auftrag des Nationalen Zentrums Kriminalprävention (NZK) und des Deutschen Forums Kriminalprävention (DFK) wurde Prof. Dr. Verena Schreiber, die bereits 2007 eine Erhebung durchgeführt hat, erneut mit der Befragung aller Präventionsgremien in Deutschland beauftragt. Im Rahmen dieser Bestandsaufnahme kommunaler Präventionsgremien 2017/2018 konnten für ganz Deutschland knapp 600 Zusammenschlüsse ermittelt werden, die gegenwärtig auf lokaler Ebene aktiv sind. Das entspricht einem Rückgang von etwa 40 % in den letzten zehn Jahren, für Sachsen sogar von über 60 %.

Weitere Ergebnisse des Forschungsberichtes

Richtlinie Kommunale Prävention, das Beratungs- und Coachingangebot, das Beccaria-Qualifizierungsprogramm »Fachkraft für Kriminalprävention«, den berufsbegleitenden Studiengang »Präventionsmanagement« sowie die Durchführung von Sicherheitsanalysen werden nicht nur die Entstehung stabiler lokaler Präventionsnetzwerke sondern auch die Professionalisierung der Akteure vor Ort gefördert. Im Ergebnis sollen bedarfsorientierte Strategien zur Problemlösung entwickelt und gemeinsam vor Ort umgesetzt werden. In diesem Web-Portal werden sämtliche Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote gebündelt, sowie Informationen über Gelingensfaktoren und Best-Practice-Projekte bereitgestellt.

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