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Neuigkeiten

Pirna: Kooperation für mehr vorbeugende Sicherheit unterzeichnet

Oberbürgermeister Hanke, Revierleiter Sommer und LPR-Geschäftsführer Forkert präsentieren auf einer Treppe im Rathaus die unterzeichneten ASSKomm-Kooperationsvereinbarungen © Stadt Pirna

Die Stadt Pirna ist bereits seit dem vergangenen Jahr intensiv bemüht, durch strukturierte Prävention die Sicherheit zu stärken. Am Donnerstag, 5. November 2020, unterzeichneten Oberbürgermeister Hanke, Polizeirevierleiter Sommer und Geschäftsführer des Landespräventionsrates Forkert eine Kooperationsvereinbarung, um im Rahmen der Landesstrategie ASSKomm noch fundierter zusammenzuarbeiten. ASSKomm steht für "Allianz Sichere Sächsische Kommunen" und ermöglicht Pirna bspw. noch in diesem Jahr mit einer Sicherheitsanaylyse zu beginnen. Diese Analyse wird Grundlage für weitere gezielte Maßnahmen des Präventionsnetzwerkes werden. Die Verwaltung hat bereits einen eigenen Fachdienst für Demokratie, Prävention und Migration in der Verwaltung.

 

Zwickau unterzeichnet Vereinbarung zu ASSKomm und gründet Kommunalen Präventionsrat

Polizeipräsident Demmler, Oberbürgermeisterin Dr. Findeiß, Innenminister Prof. Dr. Wöller und die stellvertretende Geschäftsführerin des LPR, Anja Herold-Beckmann, stehen neben dem Rollup mit dem Text: "Prävention rechnet sich".
Unterzeichnung durch Polizeipräsident René Demmler, Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, Staatsminister Prof. Dr. Roland Wöller, Anja Herold-Beckmann als stellv. Geschäftsführerin des LPR   © SMI

Der 26. Oktober 2020 ist für die Prävention der Stadt Zwickau ein wichtiger Tag. Im Beisein von Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller unterzeichneten die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß, der Leiter der Polizeidirektion Zwickau, Polizeipräsident René Demmler, und die stellvertretende Geschäftsführerin des Landespräventionsrates (LPR) Anja Herold-Beckmann, eine Kooperationsvereinbarung zur Allianz Sichere Sächsische Kommunen (ASSKomm).

Gleichzeitig gründete sich der Kommunale Präventionsrat (KPR) der Stadt Zwickau und absolvierte im Anschluss an den feierlichen Akt die erste Sitzung des Lenkungsgremiums. Ziel des KPR ist es, einen Beitrag zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger zu leisten, kriminalitätsfördernde Strukturen abzubauen und deren Entstehung vorzubeugen. Der KPR verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz: er initiiert und vernetzt Institutionen, die einen wichtigen Beitrag in der Präventionsarbeit leisten. Der kooperative Ansatz zielt darauf ab, vielfältigen Sachverstand einzubinden, Beteiligungsfelder für Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen und praxisorientiert zu handeln. Die Akteure kommen u. a. aus den Bereichen Kommunalverwaltung, Politik, Polizei, Justiz, Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, Suchtprävention sowie von sozialen Einrichtungen, Vereinen und Kirchen.

Einen ausführlichen Beitrag hat hierzu Westsachsen TV veröffentlicht.

 

Vernetzungstreffen im Raum Leipzig

Alle Teilnehmer des Vernetzungstreffen stehen mit 1,5 m Abstand vor einem Gebäude. © Institut B3 e. V.

Am 15. Oktober 2020 fand in Leipzig das erste Vernetzungstreffen der Koordinatoren der ASSKomm-Kommunen im Raum Leipzig und der PiT-Steuergruppe des Landkreises Leipzig statt. Zu dem Treffen waren weiterhin die Coaches der betreffenden Kommunen und ein Vertreter des Fachdienstes Prävention der Polizeidirektion Leipzig geladen.

In mehreren Arbeitsrunden wurden Erfolge, Herausforderungen, aber auch Probleme einer kontinuierlichen Präventionsarbeit besprochen.

Die Teilnehmer betrachteten und diskutierten unterschiedliche Arbeitsweisen sowie Schnittstellen und planten für die Zukunft erste gemeinsame Arbeitsaufträge. Für das Jahr 2021 vereinbarten sie weitere regionale Vernetzungstreffen.

Der Dank der beteiligten Akteure galt am Ende den beiden Moderatoren für die sehr gute Gestaltung und dem Institut B3 für die Organisation.

 

Einrichtung eines Expertenpools in der Landesdirektion

Sachsen Innenminister Roland Wöller unterrichtete das Kabinett am 13. Oktober 2020 über die Einrichtung und die Arbeitsweise eines Expertenpools in der Landesdirektion Sachsen. Dieser soll die kommunalen Behörden in Sachsen bei der Bekämpfung von Extremismus unterstützen.

Der Expertenpool bringt erforderliche Fachleute schnell und unbürokratisch zusammen, damit diese bei Bedarf ein Lagebild erstellen und bewerten können. Beispielgebend für die Errichtung des Expertenpools war die erfolgreiche Zusammenarbeit von unterschiedlichen Akteuren bei der Bewältigung von extremistischen Versammlungen in Ostritz.

Dem Expertenpool gehören Ansprechpartner aus verschiedenen Fachbereichen der Landesdirektion Sachsen, Vertretern des Sächsischen Innenministeriums sowie Fachleuten des Landespräventionsrates und der Sicherheitsbehörden in Sachsen an.

 

Ein Netzwerk für mehr Sicherheit der Bürger - Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit dem Verwaltungsverband Wildenstein

Die Unterzeichner der Kooperationsvereinbarung Anja Herold-Beckmann, Kathrin Ardelt, Robert Arnold und Frank Lohr halten jeweils eine Mappe in die Kamera. Im Vordergrund steht Amtschef Thomas Rechentin.
Unterzeichnung durch die Verbandsvorsitzende Wildensteins Kathrin Ardelt, den Bürgermeister (BM) von Grünhainichen Robert Arnold und den BM von Börnichen Frank Lohr sowie die stellv. Geschäftsführer Anja Herold-Beckmann im Beisein von Amtschef Thomas Rechentin  © Andreas Bauer

Zum Verwaltungsverband (VV) Wildenstein gehören die Gemeinden Grünhainichen und Börnichen. Diese haben sich am 16. September 2020 mit der Unterzeichung der Kooperationsvereinbarung der Landesstrategie »Allianz Sichere Sächsische Kommunen« (ASSKomm) im Beisein von Thomas Rechentin angeschlossen.

»Kommunen müssten sich sich mit vielfältigen Problemen herumschlagen: Vandalismus, Gewalt, Kriminalität, Vermüllung und Verwahrlosung. Die Ursachen dafür sich vielschichtig, so dass Lösungen oftmals nur gemeinsam gefunden und umgesetzt werden können.« so die Verwaltungsverbandsvorsitzende Kathrin Ardelt. Der Landespräventionsrat (LPR) des Sächsischen Innenministeriums unterstützt die Kommunen auf vielfältige Weise auf ihrem Weg.

Der VV Wildenstein hat sich entschlossen 2021 einen Kommunalen Präventionsrat zu gründen und für eine Koordinierungsstelle die finanzielle Förderung der Richtlinie Kommunale Prävention in Anspruch zu nehmen. Auch die Durchführung einer Sicherheitsanalyse als Grundlage für eine ganzheitliche Präventionsstrategie ist für den VV interessant. Der LPR freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem VV Wildenstein.

Weitere Informationen über den Verwaltungsverband Wildenstein.

 

Gründung des Kommunalen Präventionsrates der Stadt Reichenbach i. V. und Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

Herr Polizeipräsident René Demmler, Frau Anja Herold-Beckmann, Herr Oberbürgermeister Raphael Kürzinger und Herr Amtschef Thomas Rechentin stehen und halten die unterzeichnete Kooperationsvereinbarung in den Händen.
Unterzeichnung durch Polizeipräsident René Demmler, Anja Herold-Beckmann als stellv. Geschäftsführerin des LPR und Oberbürgermeister von Reichenbach i. V. Raphael Kürzinger daneben Amtschef Thomas Rechentin  © SMI

Am 16. September 2020 hat die Stadt Reichenbach im Vogtland einen Kriminalpräventiven Rat (KPR) gegründet und mit dem Landespräventionsrat und der Polizeidirektion Zwickau eine Kooperationsvereinbarung im Rahmen der Allianz Sichere Sächsische Städte (ASSKomm) unterschrieben. Bestätigt wurde zudem die Geschäftsordnung des KPRs. Ziel des KPR ist u. a. die Erhöhung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung sowie die quantitative und qualitative Reduzierung der Kriminalität. Vernetzt werden im KPR Akteure aus der Stadtverwaltung, Politik, Polizei, Justiz, Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, Suchtprävention sowie aus sozialen Einrichtungen, Vereinen und Kirchen.

Der KPR startet mit vier Arbeitsgruppen: Migration, Jugendkriminalität, städtebauliche Kriminalprävention und Obdachlosenhaus.

Artikel zur KPR-Gründung auf der Homepage der Stadt Reichenbach i. V.

 

Öffentlichkeitsarbeit-Krisenkommunikation für Bürgermeister – Teil 1

Text © B3

Das Seminar verdeutlichte anhand guter Beispiele und Mitmachthemen, wie alle unsere Strategien auf Basis einer guten Kommunikationsstrategie erfolgreich erarbeitet und umgesetzt werden können, denn »Man kann nicht nicht kommunizieren« (P. Watzlawick)

Silvia Queck-Hänel
 

4. Sitzung der AG ASSKomm

Teilnehmer an der Beratung sitzen an Tischen und schauen zum Redner. © LPR

Coronabedingt traf sich die Arbeitsgruppe »Allianz Sichere Sächsische Kommunen" (ASSKomm) in diesem Jahr erstmalig am 9. September 2020 im Mehrzwecksaal der 1. Bereitschaftspolizeiabteilung in Dresden.

Dementsprechend lang war die Tagesordnung,die vom Bericht zum aktuellen Sachstand und aus den Modellkommunen über die Sächsische Sicherheitswacht, das Coaching, die ASSKomm-Broschüre bis zum ASSKomm-Siegel reichten. Ein wichtiger Punkt war die Gründung einer Unterarbeitsgruppe »Städtebauliche Prävention«. Diese Aufgabe wurde dem Landespräventionsrat (LPR) im Koalitionsvertrag zugewiesen.

Zum Stand 9. September 2020 konnte der LPR berichten, daß seit dem 6. Februar 2019

  • mit 86 Kommunen Kontakt aufgenommen wurde,
  • 23 Kommunen das Angebot des Coachings nutzen,
  • in 17 Städten und Gemeinden sich ein Kommunaler Präventionsrat (KPR) gegründet oder reaktiviert hat,
  • und in fünf weiteren steht die Gründung kurz bevor.

Diese Fortschritte können in unserer neuen Rubrik ASSKomm-Standorte, die monatlich aktuell gehalten wird, verfolgt werden.

 

VIII. Beccaria-Lehrgang gestartet

Gruppenbild der Teilnehmer am 8. Beccaria-Lehrgang © LPR

Am 4. September 2020 startete an der Sportschule „Egidius Braun“ in Leipzig der VIII. Durchgang der Beccaria – Fortbildung. 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus kommunalen Verwaltungen des Freistaates Sachsen und verschiedenen Bereichen der Polizei machten sich auf den Weg, sich zur Fachkraft für Kriminalprävention zu qualifizieren. Wir wünschen ihnen für die nächsten Monate viel Spaß und am Ende einen erfolgreichen Lehrgangsabschluss.

 

1. Treffen mit der Firma NKMG mbH für die Sicherheitsanalysen

Die Mitarbeiter für ASSKomm der Geschäftsstelle des LPR und die Mitarbeiter der Firma NKMG stehen auf der Wiese um ein ASSKomm Roll up herum. © LPR

Wie Anfang August 2020 bereits berichtet, konnte das Ausschreibungsverfahren zur Durchführung von Sicherheitsanalysen erfolgreich zu Ende geführt werden.

Bevor die für 2020 geplanten 13 Sicherheitsanalysen endlich beginnen, hat sich das ASSKomm Team mit sechs Mitarbeiter von NKMG mbH am 28. August 2020 zu ersten Absprachen getroffen.

 

Maßnahmen gegen illegale Graffiti in Plauen

Sieben Personen stehen mit einer Spraydose in der Hand vor einem Haus, dessen Wand mit dem Motto "Vater und Sohn" von einem Graffitikünstler besprüht wurde.
Gegen wilde Graffiti: Die Partner sind der Brücke Verein, das Fanprojekt Plauen-Vogtland e. V und die OASE e. V. sowie die WBG Plauen und Graffiti-Künstler wie Andre Wolf und Nico Roth.  © Ellen Liebner

Der Kommunale Präventionsrat hat eine Strategie zur Reduzierung illegaler Graffitis in der Stadt Plauen entwickelt.

»Um eine Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Bürger zu erlangen, arbeiten wir gemeinsam mit Fachleuten an einer Lösung«, so der Vorsitzende des Kommunalen Präventionsrates Plauen, Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer.

»Die Statistik zeigt, dass Graffiti nur einen sehr geringen Anteil an den erfassten Straftaten in der Stadt ausmacht. 2019 waren es gerade einmal 3,9 Prozent. Die Verteilung im Stadtgebiet ist sehr unterschiedlich«, so der Oberbürgermeister. Schwerpunkte lassen sich im Norden und Westen des Stadtgebiets erkennen.

Die vierteilige Strategie zur Reduzierung illegaler Graffitis setzt sich zusammen aus diesen Bereichen:

  • Entfernung illegaler Graffitis durch die Verursacher,
  • Schaffung und Kennzeichnung von legalen Fläche im Stadtgebiet mittels QR-Code,
  • Koordinierung der Aktivitäten von Vereinen, Schulen, Familie und Informationen für Eigentümer sowie
  • Aktivierung der Zivilgesellschaft.

Für weitere Infomationen steht Frank M. Zabel vom KPR Plauen zur Verfügung.

 

Zuschlag für die Durchführung der Sicherheitsanalysen erteilt

Über einer Karte von Sachsen schwebt eine Lupe. In deren Glas ist eine Säulengrafik dargestellt. © LPR

Endlich ist es soweit: das komplexe, weil europaweite Ausschreibungsverfahren zur Durchführung von Sicherheitsanalysen in Sachsen konnte erfolgreich zu Ende geführt werden. Erfolgreich durchgesetzt hat sich ein Bieter aus Berlin mit Kooperationspartnern in Dresden und Leipzig. Damit können die für 2020 geplanten 13 Sicherheitsanalysen endlich beginnen, die teilnehmenden Kommunen und Kommunalverbände werden demnächst zum weiteren Vorgehen informiert. Auf www.asskomm.de berichten wir über den aktuellen Verlauf.

 

Pilotprojekt interkommunaler Gemeindevollzugsdienst gestartet

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung an einem Tisch, links Frau Herold Beckmann, rechts der OB Flöha Volker Holuscha, dahinter Susan Leithoff als MdL, Innenminister Wöller, Matthias Damm als Landrat und Veronika Bellmann als MdB
Unterzeichnung durch Anja Herold-Beckmann als stellv. Geschäftsführerin des LPR und dem OB Flöha Volker Holluscha dahinter v. l. n. r.: Susann Leithoff (MdL), Prof. Dr. Roland Wöller (StM), Matthias Damm (Landrat), Veronika Bellmann (MdB)  © LPR

Am 8. Juli 2020 wurde offiziell das Pilotprojekt interkommunaler Gemeindevollzugsdienst in Flöha gestartet. Dazu übergab Innenminister Prof. Dr. Wöller einen Förderbescheid an die Stadt Flöha, die im Rahmen dieses Projektes die Federführung übernommen hat. Parallel dazu wird eine ASSKomm-Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landespräventionsrat und allen beteiligten Kommunen – neben Flöha die umliegenden Gemeinden Oederan, Augustusburg, Eppendorf, Niederwiesa und Leubsdorf – unterzeichnet. Ziel des Projektes ist der Aufbau eines interkommunalen Gemeindevollzugsdienstes, an dem sich die benannten Kommunen beteiligen und dazu entsprechende Zweckvereinbarungen miteinander abgeschlossen haben. Gefördert wird dafür ein Koordinator, der den Aufbau- und Implementierungsprozess begleitet. Weitere Gemeindeverbünde haben Interesse an diesem Modell angezeigt.

 

Bewerbung Digitale Tagungsreihe Prävention

Ein Bildschirm mit der Aufschrift ASSKomm, Digitale Tagungsreihe Prävention und Online-Seminar, davor eine Tastatur und ein Handrücken. © LPR

Gemeinsam mit dem Institut B3 bietet der Landespräventionsrat im Rahmen der Allianz Sichere Sächsische Kommunen die „Digitale Tagungsreihe Prävention“ an. Ab dem 21. August werden bis zum Landespräventionstag im November wöchentlich entweder Podcasts eingestellt oder Präsenztermine zu verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten durchgeführt, die anschließend jeden Freitag als Video-Podcast auf www.asskomm.de zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, damit die Arbeit der Präventionsräte und PiT-Steuergruppen zu unterstützen und Impulse für die weitere Arbeit zu geben. Thematisch reicht der Umfang dabei von:

  • Potenziale und Risiken kommunaler Prävention,
  • Theorie und Praxis von Prävention wirkungsvoll verbinden,
  • Gruppenprozesse zielführend gestalten,
  • Motivation und Transparenz als wesentlicher Motor erfolgreicher Prozesse,
  • Mehr Sicherheit durch Vernetzung,
    Selbstreflexion (Fehlerkultur) im Coaching,
  • Coaching im Gespräch,
  • Schülerbefragung CTC - „Communities That Care“

Unter folgendem Link gelangen Sie zum Beteiligungsportal zur Anmeldung und für weitere Informationen. www.fachtage.institut-b3.de

 

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Görlitz

Herr Oberbürgermeister Ursu, Herr Polizeipräsident Weißbach und Herr Geschäftsführer des Landespräventionsrates Forkert unterschreiben die Kooperationsvereinbarung. Hinter den Herren steht Herr Staatsminister Prof. Dr. Wöller.
Herr OB Octavian Ursu, Herr PP Manfred Weißbach und Herr Geschäftsführer des LPR Sven Forkert unterschreiben die Kooperationsvereinbarung. Hinter den Herren steht Herr Prof. Dr. Roland Wöller (StM).  © PD Görlitz

Am 1. Juli 2020 hat sich die Stadt Görlitz dem Bündnis »Allianz Sichere Sächsische Kommunen« (ASSKomm) angeschlossen.

Hierzu unterzeichneten im Beisein von Staatsminister des Innern Prof. Dr. Roland Wöller der Oberbürgermeister der Stadt Görlitz, Octavian Ursu, der Leiter der Polizeidirektion Görlitz, Polizeipräsident Manfred Weißbach, sowie der Geschäftsführer des Landespräventionsrates Sachsen, Sven Forkert, im Rathaussaal der Stadt die entsprechende Kooperationsvereinbarung.

»Sicherheit ist nicht nur alleine Aufgabe der Polizei, auch wenn diese der wichtigste Akteur ist. Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe, die in der Kommune beginnt«, so Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller.

Ziel der Kooperation ist es, durch koordinierte Präventionsangebote und die Vernetzung verschiedenster Akteure unter anderem aus den Bereichen Kommunalverwaltung, Politik, Polizei, Justiz, Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, Suchtprävention sowie von sozialen Einrichtungen, Vereinen und Kirchen die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu erhöhen.

Herr Polizeipräsident Manfred Weißbach betonte: »Die bereits sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Polizeidirektion Görlitz und der Stadt Görlitz wird nun um einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt. Mit Unterstützung des Landespräventionsrates und durch die Bildung eines kommunalen Präventionsrates wird diese institutionalisiert und gezielt auf ein höheres Niveau gebracht. Hierdurch entsteht eine gemeinsame Grundlage, vorhandene Potentiale weiter zu bündeln, Kriminalität explizit noch vor ihrer Entstehung zu bekämpfen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sowie Gäste der Stadt zu stärken.«

Weitere Informationen zur Landesstrategie ASSKomm sind auf der Internetseite des Freistaates Sachsen unter www.asskomm.sachsen.de abrufbar.

 

 

Fortbildung für Koordinatorinnen und Koordinatoren der Kommunalen Präventionsräte (KPR) zum Thema Öffentlichkeits-/ Medienarbeit

Zehn Teilnehmer des Workshops Öffentlichkeits arbeit sitzen im Kreis und hören dem Referenten Markus Kremser zum
Unsere Koordinatorinnen und Koordinatoren lauschen Markus Kremsers Aussführungen.  © Institut B3

Mit unserem ASSKomm – Kooperationspartner, dem Institut B3, führten wir am 1. Juli 2020 eine Fortbildung für Koordinatorinnen und Koordinatoren der Kommunalen Präventionsräte (KPR) zum Thema Öffentlichkeits-/ Medienarbeit durch. Als Referent konnten wir Markus Kremser gewinnen, der wertvolle Tipps und Hinweise und mitunter auch das nötige Handwerkszeug vermittelte, um in den jeweiligen Bereichen eine öffentlichkeitswirksame Pressearbeit durchzuführen.

 

Beratung der Leiter der Inspektionen Zentrale Dienste und der Fachdienstleiter Prävention

Alle 18 Teilnehmer der Beratung sitzen an einem langen Tisch. Vor ihnen liegen ihre Unterlagen. Auf den Monitoren an den Wänden sieht man die Powerpoint Präsentation im ASSKomm Design. © SMI

Der Landespräventionsrat führte am 23. Juni 2020 eine Informationsveranstaltung für die Leiter der Inspektionen Zentrale Dienste und Fachdienstleiter Prävention der fünf sächsischen Polizeidirektionen durch. Die Veranstaltung diente dazu, die Landesstrategie „ASSKomm“ zu erläutern und den Sachstand in den einzelnen Regionen darzustellen. Mittlerweile wurden 77 Kommunen durch das ASSKomm-Team erreicht und mit der Förderrichtlinie Kommunale Prävention, dem Coaching und der Sicherheitsanalyse neue Instrumente zur Begleitung der Kommunen eingeführt.

 

Workshop für die Koordinatoren der Kommunalen Präventionsräte

Zwölf Teilnehmer des Workshops sitzen in einem großen Kreis. Der Moderator erklärt die Workshopergebnisse, die hinter ihm an einer Pinwand angebracht sind. © Institut B3 e. V.

Am 18. Juni 2020 trafen sich 14 Koordinatoren der Kommunalen Präventionsräte (KPR) zu ihrem ersten Arbeitstreffen. Es waren „alte“ Hasen unter ihnen aber auch neue Gesichter, welche die Aufgaben der Koordinierungsstelle in ihrer Kommune übernommen haben. Das Treffen wurde als Fortbildung im Rahmen eines Workshops durchgeführt. Die Koordinatoren nutzten die Chance zum gegenseitigen Kennenlernen und Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmer entdeckten dabei, dass manche KPR’s gar nicht so weit voneinander entfernt und die Herausforderungen ähnlich sind. Man verständigte sich auf ein erneutes Treffen, bei welchem neue Gesichter herzlich willkommen sind.

 

Naunhof engagiert sich gegen Kriminalität

Eine Frau und ein Mann halten eine Schreibmappe in der sich die Kooperationsvereinbarung befindet in die Kamera und lächeln dabei.
Bürgermeisterin Anna-Luise Conrad und Torsten Kosuch vom Landespräventionsrat (LPR) und Ordnungsamtsleiter Daniel Brcak (Bildmitte)  © Stadtverwaltung Naunhof

Mit dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung am 16. Juni 2020 zwischen der Stadt Naunhof und dem Landespräventionsrat wurde bei einer offiziellen Übergabe der Grundstein für diese Zusammenarbeit gelegt. In Naunhof wird künftig ein Kommunaler Präventionsrat unter der Leitung von Bürgermeisterin Anna-Luise Conrad diese ganzheitlichen Strategien entwickeln und die Koordination anstehender Aufgaben übernehmen. Zu den jeweiligen Themen werden Arbeitsgruppen gebildet. Auch bei diesem Prozess unterstützt der Freistaat Sachsen über den Landespräventionsrat. Sogar die Ausreichung von Fördermitteln ist denkbar.

In Sicherheit zu leben ist ein Grundbedürfnis. Aus diesem guten Grund steht seit diesem Jahr die Aufgabe Prävention im Gesetz (§§ 2 Abs. 1 Satz 2 Sächsisches Polizeibehördengesetz und 2 Abs. 1 Sätze 2 und 3 Sächsisches Polizeivollzugsdienstgesetz (SächPVDG). Auf vorgenannter Grundlage leistet die sächsische Polizei Präventionsarbeit mit Schwerpunkt zur Verhinderung von Straftaten. Für Sachverhalte unterhalb der Straftat, sogenannten Ordnungswidrigkeiten, ist die Stadt Naunhof als Ortspolizeibehörde zuständig. Dies gilt ebenso für die Gemeinden Belgershain und Parthenstein. Polizei in Uniform und zivile Polizeibehörden arbeiten dabei zusammen. 

In der Praxis kommen viele Probleme bei Polizei und Verwaltung entweder nicht an oder lassen sich nicht in einem Verwaltungsverfahren bewältigen – aus den unterschiedlichsten Gründen. Denn zunächst müssen Problemlagen bei Polizei und Stadtverwaltung angesprochen werden, das ist Grundvoraussetzung. Praktisch wird dann geschaut, ob es für das Problem Nachweise jeglicher Art gibt, das heißt, sie müssen glaubhaft gemacht werden. Danach geht es um die Frage der Problemlösung: Was und wer wird gebraucht? Dann wird ein Lösungsweg mit den Beteiligten entwickelt und umgesetzt. Abschließend wird ausgewertet, was sich bewährt hat und was sich künftig verbessern lässt. So funktioniert im Grunde Präventionsarbeit – vernetzt mit den nötigen Partnern. 

Im April und Mai 2019 wurden in einer Umfrage in den Naunhofer Nachrichten bestehende Problemlagen bei den Bürgerinnen und Bürgern abgefragt. Die Auswertung ergab vorrangig folgende Themata:

  • im Bereich der Kriminalität
    • Einbruch
    • Diebstähle
    • Vandalismus
    • Drogenmissbrauch
  • unterhalb der Straftaten
    • Sicherheit an den Seen in der Fläche
    • illegale Müllablagerungen in Wald und Flur
    • Verkehrsordnungswidrigkeiten
    • Fehlverhalten Jugendlicher
    • Hundekot auf öffentlichen Straßen und Wegen
    • illegale Feuer und Feuerwerke und vieles andere mehr.   

Das Problembewusstsein besteht längst und auch weitere, hier nicht genannte Dinge sind die tägliche Praxis im Ordnungsamt. Welches Gewicht diese Probleme objektiv tatsächlich haben und wer vor Ort oder in der Region etwas zur Problemlösung beitragen kann, soll auf der Grundlage einer professionellen Sicherheitsanalyse geklärt werden. Diese erhält die Stadt Naunhof kostenlos vom Freistaat Sachsen über den Landespräventionsrat. Ziel ist es, Kriminalität mit einer ganzheitlichen Strategie zu begegnen – in einer starken Allianz und mit dem Know-how vieler Partner aus Sachsen und darüber hinaus.  

Mit dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Naunhof und dem Landespräventionsrat wurde bei einer offiziellen Übergabe der Grundstein für diese Zusammenarbeit gelegt. In Naunhof wird künftig ein Kommunaler Präventionsrat unter der Leitung von Bürgermeisterin Anna-Luise Conrad diese ganzheitlichen Strategien entwickeln und die Koordination anstehender Aufgaben übernehmen. Zu den jeweiligen Themen werden Arbeitsgruppen gebildet. Auch bei diesem Prozess unterstützt der Freistaat Sachsen über den Landespräventionsrat. Sogar die Ausreichung von Fördermitteln ist denkbar.  

Mit der Bereitstellung der nötigen Ressourcen im jährlichen Haushalt beschreitet die Stadt Naunhof den Weg, sich den Problemen vor Ort zu stellen und sich nicht ausweichend an die jeweilige Problemlage anzupassen. Denn dafür gibt es anderenorts genug Negativbeispiele. Kontrolldefizite sollen abgebaut und nicht größer werden oder sogar zu Staatsversagen führen.

Die Stadtverwaltung sieht nicht alles. Das ist nicht gewollt und auch nicht zu leisten. Aber mit der Einführung des kommunalen Präventionsrates muss man damit rechnen, erwischt zu werden. Diese Form der Vorbeugung gibt gerade jungen Menschen die Chance, nicht gleich aktenkundig bei Polizei und Behörden zu werden. Sinn ist hier Einsicht zu gewinnen und Fehlverhalten künftig abzustellen.  

Prävention kann also maßgeblich zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung und zu besserer Ordnung und Sicherheit vor Ort beitragen.

Startschuss für kommunale Prävention in Colditz

Drei Männer sitzen in einem Büro an einem Tisch und lächeln in die Kamera.
v.l.n.r.: Andreas Röding (Stadtteilmanager), Robert Zillmann (Bürgermeister), Christian Hartwig (Coach)  © LPR

Am 4. Juni 2020 trafen sich in der Stadtverwaltung Colditz Torsten Kosuch vom Landespräventionsrat Sachsen sowie Christian Hartwig vom Institut B3 mit Vertretern der Stadt um den Auftakt für die Gründung eines Kommunalen Präventionsrates in Colditz zu geben. Nach einer Präsentation über ASSKomm und Details eines Präventionsrates auf kommunaler Ebene wurden Fakten in vertrauensvoller Atmosphäre ausgetauscht. Bei der Gründung unterstützt zukünftig Christian Hartwig als Coach die Akteure in Colditz beim Aufbau eins Kommunalen Präventionsrates. Ziel ist das subjektive Sicherheitsgefühl der BürgerInnen zu stärken und präventiv vor Ort zu wirken. Der Landespräventionsrat stellt der Stadt Colditz dafür verschiedene Instrumente zur Verfügung. Höhepunkt dieser Auftaktveranstaltung war die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Landespräventionsrat und der Stadt Colditz durch Bürgermeister Robert Zillmann. Nun gilt es, geeignete Akteure zu identifizieren und dem Kommunalen Präventionsrat Colditz mit Leben zu erfüllen. Die nächsten Schritte dazu sind bereits eingeleitet. 

 

Sitzung des Kommunalpräventiven Rates der Großen Kreisstadt Torgau

Am 23. April 2020 traf sich der Kommunalpräventive Rat der Großen Kreisstadt Torgau zu einer weiteren Sitzung.

Nachdem Torgaus Oberbürgermeisterin, Frau Romina Barth, die Veranstaltung eröffnet und der Leiter der Polizeidirektion Leipzig, Torsten Schultze, ein Lagebild aus der Polizeilichen Kriminalstatistik Sachsen (PKS) für das Jahr 2019 vorgestellt hatte, diskutierten die Teilnehmer über die abzuleitenden präventiven Erfordernisse und Möglichkeiten zur Bekämpfung der Kriminalität. So wurden Arbeitsschwerpunkte durch die Anwesenden gesetzt, welche verschiedene Maßnahmen umfassen, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung weiter zu stärken.

Zu diesen Maßnahmen zählen die Verbesserung von Ordnungszuständen, das Vermeiden von Angsträumen und Verwahrlosung, das verstärkte Wirken gegen Verletzungen der Schulpflicht und die Einrichtung eines virtuellen Hauses des Jugendrechts.

Weiterhin ist vorgesehen, verstärkt präventive Maßnahmen im Stadtteil Torgau Nord/West für verschiedene Zielgruppen der Bevölkerung für das Thema Kriminalitätsverhütung zu sensibilisieren.

Zum Abschluss wurde mit allen Beteiligten die Geschäftsordnung des Kommunalpräventiven Rates der Großen Kreisstadt Torgau besprochen und durch die beiden Vorsitzenden unterschrieben.

 

Förderrichtlinie Kommunale Prävention

auf einem Tisch befindet sich ein Sparschwein mit Hartgeld einem Stift und mehreren Dokumenten zur Antragstellung

Mit der Förderrichtlinie Kommunale Prävention können seit Juni 2018 Kommunen darin unterstützt werden, kommunalpräventive Strukturen zu schaffen und Projekte und Maßnahmen durchzuführen, die zur Stärkung von Sicherheit und Ordnung beitragen. Kommunen, die entsprechende Vorhaben noch für 2020 planen, können unabhängig der in der Richtlinie benannten Fristen Anträge auf Förderung stellen. Für das Beratungsgespräch, welches gemäß Richtlinie vor Antragstellung stattfinden muss, stehen Anke Sandvoß anke.sandvoss@smi.sachsen.de und Anja Herold-Beckmann anja.herold-beckmann@smi.sachsen.de zur Verfügung.

 

 

Auf den Spuren der kommunalen Kriminalprävention

Frau Prof. Dr. Rita Haverkamp spricht vor den Teilnehmern des Symposiums am 11. Februar 2020 anlässlich der Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement an der Universität Tübingen © LPR

Am 11. Februar 2020 hat Frau Professor Dr. Rita Haverkamp von der Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagemant zu einem Symposium an die Juristische Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen eingeladen.

Unter dem großen Thema »Auf den Spuren der kommunalen Kriminalprävention in Deutschland: Anfänge – Etablierung – Perspektiven in Wissenschaft und Praxis« waren neun Vorträge zu hören. Die Vorträge bewegten sich an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Dabei ging es um einen lernenden Austausch auf beiden Seiten, um die jeweiligen Erkenntnisse und Erfahrungen sowohl in der weiteren Forschung als auch im praktischen Handlungsfeld zu berücksichtigen. Die Forderung nach evidenzbasierten Präventionskonzepten und -maßnahmen hat die Praxis schon längst erreicht und vermehrt lässt sich ein solches Vorgehen in den Kommunen beobachten. Dabei stellt sich die Frage nach den Nutznießenden kriminalpräventiver Anstrengungen: Wer hat daran teil und profitiert davon und wer nicht? Hieraus ergibt sich wiederum die Frage, wie sich Kriminalprävention gerecht verteilen lässt. Diese Denkanstöße mündeten schließlich in eine Podiumsdiskussion über die Perspektiven der kommunalen Kriminalprävention in Wissenschaft und Praxis.

 
 

Ein Jahr ASSKomm - eine Bilanz

Innenminister Prof. Dr. Wöller spricht vor Teilnehmers der ASSKomm-Konferenz
Prof. Dr. Roland Wöller, Staatsminister des Innern Sachsen  © LPR

Erst ein Jahr ist vergangen, seit die acht Modellkommunen unter der Leitung des Sächsischen Innenministers Prof. Dr. Roland Wöller bei der Auftaktveranstaltung am 6. Februar 2019 zur Landesstrategie Allianz Sichere Sächsische Kommunen (ASSKomm) gemeinsam den roten Buzzer als offiziellen Startschuss drückten.

Schon jetzt ist die noch junge Landesstrategie dabei ein Erfolgsmodell zu werden. Durch die personelle Verstärkung der Geschäftsstelle Landespräventionsrat (LPR) konnte dem hohen Interesse seitens der Kommunen nachgekommen und nahezu wöchentlich Beratungsgespräche zur Landesstrategie geführt werden. Insgesamt haben sich 64 Kommunen über ASSKomm informiert und sich zur Gründung und Etablierung eines Kommunalen Präventionsrates (KPR), zur Förderrichtlinie Kommunale Prävention oder weiteren Präventionsthemen beraten lassen.

Besonders die Bündelung gesellschaftspolitischer Akteure in einem KPR stößt auf großes Interesse unter den Kommunen: In 16 Kommunen hat sich bereits ein Kommunaler Präventionsrat (KPR) neu konstituiert oder reaktiviert. Durch den KPR kommen die Akteure, die das Leben in den Kommunen mitgestalten, zusammen an einen Tisch und können Expertisen aus ihrem jeweiligen Bereich einbringen. Das erleichtert die Absprachen untereinander und bündelt zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen durch gezielte Handlungsmöglichkeiten.

Die Arbeitsgruppe ASSKomm (AG ASSKomm), die bereits im November 2018 ins Leben gerufen wurde, kam bereits mehrfach zusammen, um die Landesstrategie ASSKomm weiterzuentwickeln. Die AG setzt sich zusammen aus den Vertretern/-innen

  • der acht Modellkommen Chemnitz, Freital, Görlitz, Leipzig, Pirna, Plauen, Wurzen und Zwickau,
  • des Sächsischen Städte- und Gemeindetages e.V.,
  • des Sächsischen Landkreistages,
  • des Landesamtes für Schule und Bildung,
  • des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung (SMJusDEG),
  • des Instituts für Beratung, Begleitung und Bildung e.V. (Institut B3),
  • der Aktion Zivilcourage e.V.,
  • des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie
  • der Polizei Sachsen.

Der Erfahrungsaustausch innerhalb der Arbeitsgruppe hilft der Arbeitsebene nah an auftretenden Problemen zu agieren, sie zu besprechen und gemeinsam Lösungen für Kommunen zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund wird aktuell beispielsweise eine Broschüre in Zusammenarbeit mit der AG ASSKomm fertig gestellt, in der die Funktionsweise und der Ablauf für Kommunale Prävention (im Rahmen der Landesstrategie) übersichtlich erklärt wird.

Weiterhin konnten kommunale Problemfelder, in denen Handlungsbedarf besteht und die eine Vielzahl von Kommunen betreffen, analysiert werden: Vermüllung öffentlicher Plätze, Graffitis, Drogenmissbrauch und »herumlungernde Jugendliche« sind regelmäßig wiederkehrende Themen.

Die Herausarbeitung und Analyse dieser Probleme ermöglicht es, die Kommune in der gezielten Lösungsfindung und Strategieentwicklung effektiv zu unterstützen. Hierbei werden auch Erfahrungen von Kommunen genutzt, die bereits ein Konzept in den jeweiligen Bereichen ausgearbeitet haben, um anschließend das Wissen an alle beteiligten ASSKomm-Kommunen weiterzugeben. Ein Ziel für 2020 ist daher, den Erfahrungs- und Informationsaustausch unter den Kommunen zu verstärken.

Mit dem Startschuss für das Coaching wurde ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Qualitätssteigerung erreicht. Das Institut Beratung, Bildung und Begleitung e.V. (Institut B3) als kompetenter Partner konnte für die Koordinierung gewonnen werden. Ziel des Coachings ist die Bereitstellung eines festen Ansprechpartners für die Kommunen, der sie berät, begleitet und in ihrer Handlungsfähigkeit stärkt. Dabei wird auf einzelne örtliche und thematische Gegebenheiten eingegangen, um sie in allen Belangen zu unterstützen.

Mit dem Portal www.asskomm.de wurde darüber hinaus eine lebendige Plattform geschaffen, die regelmäßig über aktuelle Entwicklungen in der kommunalen Präventionslandschaft berichtet, Informationsmaterial zur Verfügung stellt und dabei die Bedarfe und Bedürfnisse berücksichtigt, welche die Kommunen zurückspiegeln.

Daher ein großes Dankeschön an alle Kommunen und Akteure für die wunderbare und konstruktive Zusammenarbeit verbunden mit dem Wunsch, diese erfolgreich fortzusetzen.

 

Auftaktveranstaltung Coaching

Gruppenbild der Teilnehmer an der Auftaktveranstaltung Coaching vor dem Kugelhaus in Dresden © Institut B3 e. V.

Zur Begleitung der ASSKomm-Kommunen sowie der Prävention im Team (PiT)-Regionen hatte der LPR ein Coaching konzipiert und diese Leistung ausgeschrieben. Ende 2019 konnte der Zuschlag für die Leistung erteilt werden. Somit stehen ab sofort allen ASSKomm- und PiT-Akteuren bei Bedarf Beraterinnen und Berater zur Verfügung, die sie kostenfrei bei Planung, Durchführung und Weiterentwicklung ihrer Präventionsarbeit unterstützen.

Am 6. Februar 2020 haben der LPR und das Institut B3 e. V. interessierte Coaches eingeladen, um sie über die Inhalte der Landesstrategien ASSKomm und PiT zu informieren und die Beratungsphilosophie des LPR zu verdeutlichen. Ziel der eintägigen Veranstaltung war es, die Coaches auf ihre Beratungstätigkeit mit den Kommunalverwaltungen, Bürgermeistern bzw. Kommunalen Präventionsräten vorzubereiten. Die Coaches haben große Fachkompetenz in  Coaching, Mediation oder Supervision, aber es war zu erklären: »Was ist ASSKomm? Warum machen wir ASSKomm? Wie funktioniert ASSKomm?« Gleiches galt für die Landesstrategie PiT.

Im Nachfolgetermin am 8. April 2020 in der Messe Dresden sind interessierte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verwaltungen eingeladen, sich über die Vorteile des Coachings für ihre Kommunen informieren zu lassen.

 

Anmeldung ab August – 5. LandesPräventionstag Sachsen am 16./17. November 2020

ein Mädchen und ein Junge kommunizieren mittels Telefon und Blechdose, dahinter ein orangener Untergrund mit der Schrift 5. Landespräventionstag am 16. und 17. November 2020
Save the Date - LPT5  © LPR

Sie sind der vielen Video-Konferenzen und Telefonate überdrüssig? Und haben Lust, mal wieder eine richtige Konferenz mit echten Menschen zu besuchen? Dann kommt der 5. LandesPräventionstag – LPT5 am 16./17. November in Radebeul (Radisson Blu Park Hotel & Conference Centre) genau richtig.

Die Anmeldung über das Beteiligungsportal wird im August freigeschaltet.

Der Kongress befasst sich diesmal im Schwerpunkt mit kommunaler Prävention und steht unter dem Motto:

                               PRÄVENTION KOMMUNIZIEREN

Der Freistaat Sachsen setzt mit der »Allianz Sichere Sächsische Kommunen« (ASSKomm) neue Impulse, um Prävention vor Ort in den Kommunen zu stärken. Neben theoretischem Wissen werden auch viele praktische Ansätze – bewährte Programme und gute Praxis – die beiden Tage bestimmen. Das Spektrum reicht darüber hinaus von Gewalt-, Extremismus- und Suchtprävention bis hin zur Schulprogrammarbeit, dem Erwerb von Lebenskompetenzen, der Gesundheitsförderung und dem Umgang mit Digitalen Medien. Zudem wird das umfangreiche Vortragsangebot an beiden Kongresstagen durch eine kongressbegleitende Messe zu allen relevanten Präventionsfeldern ergänzt.

Daher: merken Sie sich den Termin vor und lassen Sie uns gemeinsam über / mit / durch PRÄVENTION KOMMUNIZIEREN.

Sicherheitskonferenz des Kommunalen Präventionsrates der Stadt Torgau

Wappen von Torgau mit dem Schriftzug Stadt der Renaissance © Stadt Torgau

Im Ratssaal Torgau fand am 11. Oktober 2019 eine Sicherheitskonferenz zur Kriminalitätsentwicklung der Elbkommune statt. Schwerpunkte sind der Anstieg von Fahrraddiebstählen, Einbrüche, Betäubungsmitteldelikte, Sachbeschädigungen usw., u. a. im Stadtteil Nordwest. Unter Vorsitz der Oberbürgermeisterin Barth, des Polizeipräsidenten Schultze und mit Beteiligung des Beigeordneten Dr. Rexrodt des Landratsamtes Nordsachsen sowie von Vertretern der Staatsanwaltschaft, des Jobcenters, der Schulbehörde, von Schulleitungen, des Landespräventionsrates, weiterer Behörden und aus der Wohnungswirtschaft.

Es wurde die gezielte Zusammenarbeit über den Kommunalen Präventionsrat (KPR) definiert, um ab sofort gemeinsam Lösungsansätze für die Schwerpunkte »Ordnung und Sicherheit«, »Schule« sowie »Jugendkriminalität/-delinquenz« zu erarbeiten. Im Rahmen von ASSKomm erhält die Stadt Torgau eine Förderung des Landespräventionsrates über die Richtlinie Kommunale Prävention, um diese Arbeit mit Unterstützung von Personal- und Sachkosten intensivieren zu können. Die KPR-Gremien tagten bereits mehrfach im Oktober und November.
 

ASSKomm weckt Interesse auf der Fachtagung »Kommunale Prävention - Impulse und Vernetzung«

Das Deutsche Forum Kriminalprävention und das Nationale Zentrum Kriminalprävention führten am 26. und 27. September 2019 die Fachtagung »Kommunale Prävention – Impulse und Vernetzung« durch. Eingeladen waren Vertreter der Landespräventionsgremien der Bundesländer, um sich über aktuelle Entwicklungen, Bedarfslagen und Herausforderungen sowie die Möglichkeiten gemeinsamer Projekte auszutauschen. So ist beispielsweise die Neuauflage der Broschüre »Impulse für das Kommunale Präventionsmanagement« geplant, an der auch der Landespräventionsrat Sachsen mitwirken wird. Darüber hinaus brachte er die Landesstrategie »Allianz Sichere Kommunen« ein und weckte damit bei den Vertretern einiger Bundesländer Interesse an einem intensiveren Informationsaustausch.

3. Sitzung der Arbeitsgruppe ASSKomm

 Mitglieder der Arbeitsgruppe an einem runden Tisch. Im Hintergrund die Leinwand auf grünem Untergrund mit den Tagesordnungspunkten.
Mitglieder der Arbeitsgruppe ASSKomm im Austausch  © LPR #ASSKomm

Die Ansprechpartner der Modellkommunen und weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe ASSKomm trafen sich am 23. September 2019, um sich auszutauschen und Neuigkeiten von der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates zu erfahren. Seit dem Startschuss durch den sächsischen Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller am 6. Februar 2019 wurden neue Kommunalpräventive Räte gegründet und Projekte in Angriff genommen, über welche auf unserem Online-Portal regelmäßig berichtet wird. Darüber hinaus wurden auch Probleme angesprochen, für die durch die gute Vernetzung in der Arbeitsgruppe Lösungen gefunden werden konnten.

Die wichtigste Neuigkeit der Geschäftsstelle betraf die Information zum 5. Landespräventionstag im Herbst 2020 (LPT5). Hauptthema wird die Kommunale Kriminalprävention sein, wo sich neben den Teilnehmern der Arbeitsgruppe auch alle Kommunen einbringen können. Zukünftig ist auch eine stärkere Vernetzung zur Landesstrategie Prävention im Team (PiT) geplant.

Freital gründet Kriminalpräventiven Rat (KPR)

Konstituierende Sitzung des KPR, alle Teilnehmer sitzen an einem runden Tisch und hören dem Vortrag von Fabian Brust an
v.l.n.r.: Steffen Klemt, Rico Sommerschuh, Uwe Rumberg, Katrin Reis, Simone Lehmann, Gerd Glöß, Anja Herold-Beckmann, Henryk Eismann, Daniel Wirth, Ralf Schindler, Heidrun Weigel, Christian Schäfer, Xaver Seitz, Sven Forkert, Fabian Brust  © Stadt Freital

Die konstituierende Sitzung fand am 18. September 2019 im Rahmen des ersten Präventionstages der Stadt Freital statt. Oberbürgermeister Uwe Rumberg erarbeitete gemeinsam mit Vertretern von Polizei, Katastrophenschutz, Suchtberatungsstellen, Seniorenstellen,  Amtsgericht, Ordnungsamt, Wohnungsgesellschaft, Technische Werke, Soziale Arbeit und dem DRK, Schwerpunkte für die Präventionsarbeit in der Stadt Freital. Ziel soll es sein, konkrete Problemlagen zu identifizieren und die nächsten Schritte – wie Bürgerveranstaltungen, eine Sicherheitsanalyse oder erste konkrete Maßnahmen – festzulegen. Schließlich geht es darum auf Augenhöhe mit Transparenz und lösungsorientierten Ansätzen die Stadt Freital noch sicherer zu machen und die Zufriedenheit aller Bürger in gemeinschaftlicher Arbeit zu verbessern.

Einen Tag zuvor präsentierte sich die ASSKomm im Stadtkulturhaus Freital mit einem Infostand.

Gemeinsame PiT-Kooperation im Vogtlandkreis und im Landkreis Zwickau unterzeichnet

die vier Kooperationspartner stehen vor den Rollups von PiT und Asskomm
Unterzeichnung der PiT-Kooperation, v.l.n.r. Cornelia Bretschneider (Amtsleiterin LK Zwickau), Beigeordneter Dr. Uwe Drechsel(Vogtlandkreis), Conny Stiehl (PD Zwickau), Thomas Graupner (LaSuB)  © PD Zwickau

Prävention im Team (PiT), der behördenübergreifende Arbeitsansatz, um Prävention in ganz Sachsen optimal zu gestalten, findet weiter Verbreitung.

Der Landkreis Zwickau und der Vogtlandkreis wollen künftig beim Thema Prävention auf die bereits im Vogtlandkreis seit Jahren praktizierte Zusammenarbeit setzen und mit einer Kooperationsvereinbarung ihre Zusammenarbeit auch landkreisübergreifend verbindlich festlegen. Dazu fand am 27. August 2019 in Reichenbach/Vogtland der feierliche Unterzeichnungsakt statt.

Mit dieser Kooperationsvereinbarung werden Regelungen für eine zielgerichtete Unterstützung der programmatischen Arbeit in Schulen, Kindertageseinrichtungen und im Bereich der Kindertagespflege getroffen. Das Grundprinzip ist die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Maßgabe, für die benannten Themenfelder eine bestmögliche Verzahnung von Prozessen und Strukturen sowie eine optimale Nutzung vorhandener Ressourcen zu erreichen. Auf bestehende Formen der Zusammenarbeit und Netzwerke wird aufgebaut.

Die Geschäftsstelle des Landespräventionsrates (LPR) begleitet diese regionalen Kooperationen in ganz Sachsen. Gleichzeitig wird PiT in die kommunale Präventionsstrategie Allianz Sichere Sächsische Kommunen (ASSKomm) eingebettet. Dazu gibt es beispielsweise zwischen der Stadtverwaltung Reichenbach und der Geschäftsstelle LPR bereits Arbeitsbeziehungen.

Startschuss zum siebten BECCARIA-Qualifizierungsprogramm

18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sitzen an einem runden Tisch, vor ihnen liegen die Schreibunterlagen.
Modul 1 des Beccaria-Qualifizierungsprogramms  © LPR

Prävention rechnet sich! Unter diesem Slogan haben 18 Teilnehmer am 23. August 2019 das siebte BECCARIA-Qualifizierungsprogramm  im Hotel "Alte Mühle" in Chemnitz-Siegmar begonnen. Sie werden sich in den nächsten zehn Monaten in insgesamt vier Modulen mit kriminologischen Theorien, empirischen Untersuchungen und Ansätzen der kommunalen Prävention auseinandersetzen.

Aber vor allem werden sie am Ende der Fortbildung in der Lage sein, Methoden des Projektmanagements auf die Planung eines Präventionsprojekts anzuwenden.

Bereits am ersten Wochenende haben sich die Teilnehmer nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit Feuereifer in kleinen Gruppen oder auch in großer Runde an die Arbeit gemacht, um die Geheimnisse der Polizeilichen Kriminalstatistik zu entschlüsseln und sich mit den Bereichen Kriminologie, Kriminalistik und Kriminalprävention zu beschäftigen

LPR Brandenburg zu Besuch in der Geschäftsstelle

Kolleginnen und Kollegen des LPR Brandenburg sitzen an einem Tisch und schauen auf eine Präsentation
Im regen Austausch zur kommunalen Prävention  © LPR

Am 15. und 16. August 2019 begrüßten wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landespräventionsrates (LPR) Brandenburg in unserer Geschäftsstelle. Initiiert wurde der Besuch vom LPR Brandenburg, mit dem ZieI Erfahrungen auszutauschen und künftige Vorhaben - eventuell auch gemeinsame – zu erörtern. Da auch in Brandenburg bereits erste Schritte zur besseren Vernetzung und aktiven Förderung kommunaler Gremien gegangen werden, stand natürlich die "Allianz Sichere Sächsische Kommunen (ASSKomm)" besonders im Mittelpunkt. Unsere Gäste erhielten einen tiefgründigen Einblick in dieses vielversprechende Instrument der kommunalen Präventionsarbeit zur Verbesserung der objektiven und subjektiven Sicherheitslage der Bürgerinnen und Bürger.

Zudem boten wir Ihnen noch die Gelegenheit ein Praxisbeispiel vor Ort kennenzulernen. So dass schließlich eine Gesprächsrunde beim Kriminalpräventiven Rat Pirna und dem Koordinator gegen Extremismus im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge ihren Besuch abrundete.

Stadt Plauen gründet Kommunalen Präventionsrat

Sechs Personen stehen in einem Raum vor einem Fenster und schauen lächelnd in die Kamera.
v.l.n.r: Anja Ullmann (Fachbereichsleiterin Sicherheit und Ordnung), Michael Peetz (Polizeirevier Plauen), Sevina Wirth (Geschäftsstelle Kommunaler Präventionsrat), Ralf Oberdorfer (Oberbürgermeister), Hagen Berndt (VFB Salzwedel e.V.), Lutz Schäfer (Fachbereichsleiter Jugend/Soziales/Sport), Agnes Sander (VFB Salzwedel e.V.)  © Stadt Plauen

Bereits im März diesen Jahres, waren sich Vertreter der Stadt Plauen einig, einen Kommunalen Präventionsrat einzurichten. Am 08. August 2019 war es schließlich so weit. Unter Vorsitz des Oberbürgermeisters, Herrn Ralf Oberdorfer, fand sich das Gremium zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Zu diesem Termin war auch der VFB Salzwedel e. V., vertreten durch Frau Agnes Sander und Herrn Hagen Berndt, eingeladen, um den Verein, dessen Aufgaben und Ziele sowie die geplante Zusammenarbeit mit der Stadt Plauen in einer Präsentation kurz vorzustellen.

In den nächsten Monaten wird Frau Sandner gemeinsam mit einer weiteren Kollegin mehrere Tage pro Monat vor Ort sein, um verschiedene Konfliktfelder in der Stadt Plauen zu beleuchten. Dabei geht es um Erkenntnisgewinne, zu den verschiedenen Wahrnehmungen von Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt, wo zentrale Dynamiken liegen und welchen davon entgegengewirkt bzw. welche unterstützt werden sollten.

Ziel des Vereins ist es schließlich, in der Lage zu sein, Strategien, Ansatzpunkte und Handlungsoptionen für entsprechende Projekte liefern zu können. Im anschließenden Pressegespräch wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Oberbürgermeister und dem Verein unterzeichnet.

ASSKomm-Strategie Bürgerpolizistinnen und Bürgerpolizisten vorgestellt

Eine Leinwand im Hintergrund des Bildes, davor die Bürgerpolizistinnen und Bürgerpolizisten in der Rückansicht. © Social Media Team

Am 9. Juli 2019 folgten die Revierleiterinnen und Revierleiter sowie die Bürgerpolizistinnen und Bürgerpolizisten der Einladung von Innenminister Roland Wöller und Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar in die Offizierschule des Heeres Dresden, um über die aktuellen Herausforderungen, die Zusammenarbeit mit den Kommunen und das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit zu sprechen.

Insbesondere die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den örtlich zuständigen Polizeirevieren und den Kommunen stellt für die Polizei eine wichtige Säule in der »Allianz Sichere Sächsische Kommunen« dar, die im Rahmen ihrer Aufgaben wesentlich zur Wirksamkeit der Strukturen und Verbesserung des kommunalen Klimas beitragen kann.

Staatsminister Prof. Dr. Roland Wöller fasste die Veranstaltung mit den Worten zusammen: »Sicherheit wird für die Menschen in unserem Land zunehmend bedeutsam. Die Sächsische Polizei ist das Rückgrat der Sicherheit im Freistaat Sachsen und genießt bei den Bürgerinnen und Bürgern zu Recht hohe Anerkennung. Für diesen Einsatz danke ich allen Beteiligten herzlich.«

Freital gründet wieder einen Kriminalpräventiven Rat

Alle Teilnehmer stehen vor der Leinwand. Zu sehen ist die Startseite der Präsentation mit grünem Hintergrund und der ASSKomm Grafik. Mehrere Männlein in Legografik halten ein Spruchband mit der Aufschrift Allianz Sichere Sächsische Kommunen hoch. © Stadt Freital

Auf Einladung des Oberbürgermeisters der Stadt Freital, Herrn Rumberg trafen sich am 8. Juli 2019 Präventionsakteure und an Prävention Interessierte der Stadt Freital im Rathaus Potschappel, um im Beisein von Staatsminister Prof. Dr. Wöller gemeinsam die Wiederbelebung des Kriminalpräventiven Rates (KPR) Freital zu beschließen.

Zum Auftakt stellte Staatsminister Prof. Dr. Wöller den Anwesenden die Landesstrategie „Allianz Sichere Sächsische Kommunen“ (ASSKomm) vor und warb für die Zusammenarbeit aller relevanten Akteure auf kommunaler Ebene, um dem grundlegenden Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach einem sicheren Wohn- und Lebensumfeld noch besser gerecht zu werden.
Die Wiederbelebung des KPR Freital ist dabei ein entscheidender Meilenstein.

Durch die Geschäftsstelle des Landespräventionsrates Sachsen wurden der seit dem Jahr 2017 im Landkreis umgesetzte Arbeitsansatz „Prävention im Team (PiT)“ für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen und die Ergebnisse der im Rahmen PiT durchgeführten Schülerbefragung vorgestellt. Denn wirkungsvolle Prävention muss bereits weit vor der Entwicklung von Kriminalität ansetzen und somit bereits Verhaltensweisen, Ereignissen und Verhältnissen vorbeugen, die (noch) nicht kriminell sind.  

Im Ergebnis der anschließenden Diskussion waren sich die Anwesenden einig, dass neben der sicherheitsrelevanten Arbeit von Polizei und Justiz das Thema Prävention als gesamtgesellschaftlicher Ansatz auf kommunaler Ebene verstärkt in den Fokus genommen werden muss. Mit der Neugründung des KPR Freital wird die Stadt dazu den ersten Schritt tun.   

»Die Sicherheit unserer Bürger liegt mir persönlich am Herzen. Auch deshalb beteiligt sich die Große Kreisstadt Freital an ASSKomm , der »Allianz Sichere Sächsische Kommunen«, die das Sächsische Innenministerium ins Leben gerufen hat«, so Oberbürgermeister Uwe Rumberg.

Sicherheitspartnerschaft zwischen der Stadt Freiberg und dem Polizeirevier Freiberg

Auf dem Tisch liegt ein Dokument, welches gerade unterzeichnet wird. Es ist nur die Hand und der darin befindliche Stift zu sehen.
Unterzeichnung der Sicherheitspartnerschaft  © LPR

Mitte Juni vereinbarten der Oberbürgermeister der Universitätsstadt Freiberg, Sven Krüger, und der Leiter des Polizeireviers Freiberg, Polizeioberrat Jens Uhlmann, die kommunale Prävention in Freiberg zu intensivieren. Damit geht nun auch von Freiberg ein Impuls für die »Allianz Sichere Sächsische Kommunen« (ASSKomm) aus, um mit einer gezielten Bündelung aller institutionellen Partner u. a. die Sicherheitslage zu verbessern und das Sicherheitsgefühl und somit die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen.

Sechster Beccaria-Qualifizierungsdurchgang beendet - Neue »Fachkräfte für Kriminalprävention« ausgebildet

Fünf Teilnehmerinnen und vier Teilnehmer stehen unter einem Pavillion und halten ihr Zertifikat Fachkraft für Kriminalprävention in die Kamera.
Frisch ausgebildete Fachkräfte für Kriminalprävention  © LPR

Am 15. Juni 2019 endete der sechste Beccaria-Qualifizierungsdurchgang und weitere elf Beccarianer erhielten ihre Zertifikate zur »Fachkraft für Kriminalprävention«. In insgesamt vier Modulen an acht Wochenenden lernten sie kriminologische Ursachen und empirische Untersuchungen kritisch zu bewerten und wie der Ansatz der Kommunalen Prävention wirksam umgesetzt wird. Basierend auf diesem Wissen entwickelten sie abschließend Präventionsprojekte, deren Konzepte demnächst auf dieser Seite veröffentlicht werden können.

Das Beccaria-Qualifizierungsprogramm wird fortgesetzt: der siebte Durchgang startet am 23. August 2019, es sind noch wenige Plätze frei.

Polizeirat Candy Sommer: »Ich werte diesen ersten Stadtspaziergang als durchaus positiven Probelauf. Wir müssen diesen aber in der Zukunft noch besser ankündigen. Leider fand das zum jetzigen Termin etwas ungenügend statt. Da gibt es noch Reserven auf Seiten der Stadt Pirna.«

Revierleiter und Oberbürgermeister von Pirna hören Bürgern zu

Das Bild zeigt den Revierleiter von Pirna Candy Sommer in Rückansicht, dahinter stehen kaum erkennbar Bürger, welche sich mit ihm unterhalten.
Polizeirat Candy Sommer im Gespräch mit Pirnaer Bürgern  © Polizei Sachsen

Am 27. Mai 2019 waren neben Vertretern aus der Lenkungsgruppe des Präventionsnetzwerkes Pirna auch Händler und Gewerbetreibende unterwegs. An einzelnen Orten, wo über konkrete Probleme/Herausforderungen gesprochen wurde, kamen Bürger hinzu und haben sich eingebracht. Zudem warfen die Teilnehmer beispielsweise einen Blick auf städtebauliche Veränderungen (Durchbrechen langer Wohnblockfronten durch Teilabriss und parkähnlicher Gestaltung der entstandenen Freiflächen), die zwischenzeitlich wieder zum Verweilen einladen und eine größere Identifizierung mit dem eigenen Wohnumfeld ermöglichen. Weiter wurde die Sanierung und Instandsetzung der Beleuchtung im Juni unter dem Motto »Licht schafft Sicherheit« thematisiert.

Beratung zur Etablierung eines Kommunalen Präventionsrates in Plauen

Die Vorderansicht des Rathauses der Stadt Plauen. © Stadt Plauen

Am 16. April 2019 beriet Sven Forkert von der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates, Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, zwei Bürgermeister sowie weitere Vertreter der Stadt Plauen, der Polizei sowie des Landratsamtes Vogtlandkreis, zur Etablierung eines kommunalen Präventionsrates in Plauen.

Beratung zu Fördermöglichkeiten der Kommunalen Präventionsstruktur in Pirna

Von links nach rechts an einem Tisch sitzend: Candy Sommer, Anja Herold-Beckmann, Johannes Enke, Katharina Grundmann, Thomas Gockel, Klaus-Peter Hanke
v. l. n. r.: Candy Sommer, Anja Herold-Beckmann, Johannes Enke, Katharina Grundmann, Thomas Gockel, Klaus-Peter Hanke   © LPR

 

Am 26. März 2019 tauschten sich Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke, Revierleiter Candy Sommer sowie Sven Forkert und Anja Herold-Beckmann von der Geschäftsstelle des Landespräventionsrates aus, um weitere Schritte zur Förderung des Präventionsnetzwerkes Pirna zu besprechen.

Neuer Kommunalpräventiver Rat in Annaberg-Buchholz

Die Referentin Anja Herold-Beckmann am Rednerpult. Daneben befindet sich eine Leinwand. Sie spricht zu Vertretern der Stadt, von denen vier im Bild sichtbar sind. © Stadt Annaberg

Angesichts bisheriger Erfahrungen und den Erkenntnissen der ASSKomm-Konferenz, wurde am 12. März 2019 im Annaberger Rathaus ein neuer Kommunalpräventiver Rat ins Leben gerufen. Wesentliche Ziele der Kooperationspartner sind der Erhalt des gesellschaftlichen Friedens, die Vermeidung von Kriminalität, die Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Bürger und damit insgesamt mehr Lebensqualität in der Stadt.

ASSKomm-Strategie findet ihre Fortsetzung mit Vertretern aus den Polizeibehörden

Das Bild zeigt den Landespolizeipräsidenten bei der Vorstellung der ASSKomm-Strategie
Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar stellt die ASSKomm-Strategie vor.  © SMI/Kummerlöw

Besonders wichtig ist, dass die Herstellung von Sicherheit viel früher beginnt und dabei auch das Sicherheitsgefühl eine wesentliche Rolle spielt – kommunale Prävention muss daher »Chefsache» in der Kommune sein. Deswegen erging der Aufruf an die Gemeinden und Landkreise ‚Kommunale Präventionsräte‘ einzurichten.  

Diese Botschaft, die von ASSKomm am 6. Februar ausging, soll aktiv weiterverbreitet und umgesetzt werden.  

Herr Staatsminister Prof. Dr. Wöller hatte deswegen für den 4. März 2019 die Polizeipräsidentin und alle Polizeipräsidenten sowie Revierleiterinnen und Revierleiter eingeladen, um die ASSKomm-Strategie und die Rolle der Polizei darin zu erläutern. Über die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den örtlich zuständigen Polizeirevieren und den Kommunen hinaus stellt die Polizei in diesen Gremien eine wichtige Säule dar, die im Rahmen ihrer Aufgaben wesentlich zur Wirksamkeit der Strukturen und Verbesserung des kommunalen Klimas beitragen kann. Dieser Einladung folgten schließlich 50 Vertreterinnen und Vertreter aus den Polizeibehörden.

Vorstellung der ASSKomm–Strategie in BILDERN

Forschungsbericht – Kommunale Kriminalprävention in Deutschland 2018

Das Bild zeigt das Deckblatt des Berichtes mit einer Deutschlandkarte auf welcher die Präventionsräte symbolisch dargestellt sind sowie den Titel des Berichtes. © Nationales Zentrum für Kriminalprävention

Im Auftrag des Nationalen Zentrums Kriminalprävention (NZK) und des Deutschen Forums Kriminalprävention (DFK) wurde Prof. Dr. Verena Schreiber, die bereits 2007 eine Erhebung durchgeführt hat, erneut mit der Befragung aller Präventionsgremien in Deutschland beauftragt. Im Rahmen dieser Bestandsaufnahme kommunaler Präventionsgremien 2017/2018 konnten für ganz Deutschland knapp 600 Zusammenschlüsse ermittelt werden, die gegenwärtig auf lokaler Ebene aktiv sind. Das entspricht einem Rückgang von etwa 40 % in den letzten zehn Jahren, für Sachsen sogar von über 60 %.

Weitere Ergebnisse des Forschungsberichtes

Richtlinie Kommunale Prävention, das Beratungs- und Coachingangebot, das Beccaria-Qualifizierungsprogramm »Fachkraft für Kriminalprävention«, den berufsbegleitenden Studiengang »Präventionsmanagement« sowie die Durchführung von Sicherheitsanalysen werden nicht nur die Entstehung stabiler lokaler Präventionsnetzwerke sondern auch die Professionalisierung der Akteure vor Ort gefördert. Im Ergebnis sollen bedarfsorientierte Strategien zur Problemlösung entwickelt und gemeinsam vor Ort umgesetzt werden. In diesem Web-Portal werden sämtliche Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote gebündelt, sowie Informationen über Gelingensfaktoren und Best-Practice-Projekte bereitgestellt.

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