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Förderung

Piktogram mit Geldmotiv. © LPR

Welche Vorhaben können gefördert werden und was nicht?

Diese Förderung basiert auf der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Förderung von Projekten und Maßnahmen zur kommunalen Prävention (RL KommPräv) vom 12. Juni 2018. Ziel hierbei ist die Unterstützung der Bildung von präventiven Strukturen und insbesondere von Projekten und Maßnahmen zur Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung vor Ort. Der Freistaat Sachsen fördert hierbei Vorhaben, welche

  • kriminelle Tendenzen frühzeitig sichtbar machen, um dagegen präventiv vorgehen zu können.
  • sich aus aktuellen Kriminalitätsproblematiken und kriminalgeografischen Entwicklungen ableiten lassen.
  • die Vernetzung von Akteuren für eine ressourcenschonende Prävention fördert.
  • durch kommunalpräventive Gremien geplant, umgesetzt und abschließend deren Erfolg kontrolliert werden kann.

Nicht zuwendungsfähig sind investive Ausgaben.

Voraussetzung für die Förderung ist eine Beratung durch die Geschäftsstelle des Landespräventionsrates (LPR).

Förderart

  • nicht rückzahlbarer Zuschuss (Anteilsfinanzierung)
  • Projektförderung

Förderhöhe

Höchstbetrag:
festzulegen je Vorhaben im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel

  • bis zu 90 % der förderfähigen Ausgaben
  • im Ausnahmefall: Festbetrag

Voraussetzung ist das Erbringen eines mindestens 10-prozentigen Eigenanteils durch die Kommune. Der Eigenanteil kann aber auch in Form von Eigenleistungen, kommunalem Personal oder von Sachmitteln erbracht werden.

Notwendige Dokumente

Folgende Dokumente sind nach der Beratung durch den Landespräventionsrat im Zeitraum vom 31.08. bis zum 15.10 des laufenden Jahres für das Folgejahr postalisch einzureichen.

  1. Antrag auf Gewährung (Muster 1a) Zuwendung nach § 44 Sächsische Haushaltsordnung (SäHO)
     
  2. Ausgaben- und Finanzierungsplan
  • Hierbei müssen projektbezogene Personal- und Sachausgaben nachvollziehbar dargestellt werden.
  1. Projektbeschreibung nach den Beccaria-Standards. Dieser umfasst:
  • Problembeschreibung,
  • Analyse der Entstehungsbedingungen des Problems,
  • Festlegung der Präventionsziele, Projektziele und Zielgruppen,
  • Festlegung der Maßnahmen für die Zielerreichung,
  • Überprüfung von Umsetzung und Zielerreichung des Projekts (Evaluation) und
  • Schlussfolgerung und Dokumentation.

Weitere Informationen finden Sie unter: Beccaria-Standards

Formulare zum Download

Fördersignets zum Download

Fördersignets mit ASSKomm LPR Logos sowie dem Hinweis das die Finanzierung über den Freistaat Sachsen veranlasst wird
 

Von ASSKomm geförderte Projekte

Drei gezeichnete Menschen geben sich die Hand vor einen grünen Hintergrund. © LPR

Hier können Sie einen Einblick in die Projekte verschiedener Kommunen erhalten, die von ASSKomm in der Vergangenheit schon gefördert wurden, aktuell und in der Zukunft noch gefördert werden. Mit der Förderrichtlinie Kommunale Prävention wird das Ziel verfolgt, Präventionsstrukturen dauerhaft zu etablieren. 

Interkommunal koordinierender Gemeindevollzugsdienst (GVD) und Koordinierungs- bzw. Stabsstellen Kommunaler Präventionsrat (KPR).

Flöha

Förderung der Personalkosten für den Koordinator des interkommunalen GVD.

  • Maßnahmen der Kriminalprävention im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit von sechs Kommunen des ehemaligen Landkreises Flöha.
  • Eine Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger sowie Beseitigung einzelner örtlicher Schwerpunkte von Kriminalität und/oder von Gefahren der öffentlichen Sicherheit und Ordnung wird angestrebt.

Frankenberg

Aufbau einer Koordinierungstelle in der Verwaltung und Gründung eines KPR mit dem langfristigen Ziel interkommunaler Zusammenarbeit mit  benachbarten Städten und Gemeinden.

Görlitz

Einrichtung einer Stabsstelle »Kommunale Prävention« für den Aufbau eines Kommunalen Präventionsrates. Stellenbesetzung und Einrichtung der Koordinierungsstelle für die Einführung und Etablierung eines Kommunalen Präventionsrates (KPR) der Stadt Görlitz.

Pirna

  • Einrichtung einer Koordinierungsstelle »Kommunale Prävention«. Präventionsnetzwerk Pirna (PNP) – Aufbau einer kommunalen kriminalpräventiven Struktur im Zuge der Erstellung einer Sicherheitsanalyse für die Stadt Pirna.
  • Prävention im Quartier (PiQ) – Aufbau und Vernetzung der Arbeitsgruppen von Stadteilen durch Stadtteilmanager sowie Erarbeitung und Umsetzung passgenauer, präventiver Maßnahmen für den jeweiligen Stadtteil unter Berücksichtigung der Ergebnisse der durchgeführten Sicherheitsanalyse 

Plauen

Einrichtung einer Stabsstelle »Kommunale Prävention«.

Reichenbach i. V.

Es soll ein dauerhafter kommunaler Präventionsrat zur Wiederherstellung der Ordnung und Sicherheit in der Stadt Reichenbach i. V. etabliert werden, u. a. aufgrund der Problemfälle in Folge osteuropäischer Migration. Um präventive Maßnahmen durch die Kommune koordinieren zu können, war es dringend notwendig, eine personelle Koordinierungsstelle vor Ort zu etablieren. 

Seifhennersdorf

Aufbau einer kommunalen kriminalpräventiven Struktur im Zuge der Erarbeitung einer Sicherheitsanalyse für die Stadt. Stellenbesetzung und Einrichtung der Koordinierungsstelle für die Einführung und Etablierung eines Kommunalen Präventionsrates (KPR) der Stadt Seifhennersdorf

Torgau

  • Einstellung von Präventionsbeauftragten zur Organisation des Kommunalen Präventionsrates,
  • für die Betreuung von Beratungs- und Sozialangeboten und
  • für Koordinierungs- und Vernetzungsaufgaben im Stadtteil Nordwest. Geplant ist die Vernetzung der Stadt Torgau, insbesondere des Stadtteils Torgau-Nordwest – »Wege zu Innerer Sicherheit im Dialog, interkultureller Verständigung und friedlichem Miteinander«.

Wildenstein

Einrichtung einer Stabstelle Kommunale Prävention (KPR) zur Koordinierung der örtlichen Präventionsarbeit, Wahrnahme der Aufgaben in der Geschäftsstelle und Abstimmung der Projektarbeit.

Zwickau

Aufbau und Organisation eines Kommunalen Präventionsrates durch Einrichtung einer Koordinierungsstelle Kommunaler Präventionsrat (KPR).

Chemnitz

»Verbesserung des Sicherheitsgefühls im Quartier durch Konfliktmanagement im öffentlichen Raum durch kommunale Integrationsstrategien für Vielfalt und Teilhabe«
Kommunale Konfliktberatung - Netzwerkanalyse, Fortbildungen für Bürgergespräche, Nutzung von Bürgerplattformen und Durchführung von Dialogveranstaltungen.

Dresden

»Kommunales Konfliktmanagement durch den Einsatz von Kommunikationsteams«. Das Projekt Nacht(sch)Lichter, Konfliktmanagement im Stadtbezirk Neustadt, setzt ganzjährig einen Koordinierenden und saisonal bis zu 20 Konfliktmanager ein.

Frankenberg

Sozialraumanalyse

Mittels einer quantitativen Befragung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen soll folgendes festgestellt werden.

  • der Bedarf an sozialen Angeboten und Hilfen 
  • konkrete Brennpunkte
  • sozialräumlichen Regeln und Ordnungsvorstellungen
  • sozialräumliche Ressourcen

Mit dieser Sozialraumanalyse wird versucht, zukünftig adäquat bedarfsgerechte und bedürfnisorientierte sowie vor allem fachlich professionelle und qualitative Projekte mit nachhaltiger Wirkung zu gewährleisten.

Jugendparlament

Das Projekt »Jugendparlament« ist eine Plattform, um auf die Bedürfnisse und
Lebensrealitäten der Jugendlichen und jungen Menschen im Sozialraum aufmerksam zu machen.
Darüber hinaus erleben die Jugendlichen anhand ihrer Interessenvertretung, demokratisch Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen.

Projekt kommunenübergreifendes Soccertunier im urbanen Raum:

Das Soccerturnier findet in den Sommerferien auf dem Gelände des ortsansässigen Skaterplatzes statt. Das Projekt bietet die Perspektive, auf die städtischen Angebote der Jugendhilfe aufmerksam zu machen, welche die Plattform bietet aggressive Verhaltensweisen bzw. dessen Ursachen zu begegnen und verstehen. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung gewaltfreier Kommunikation. Daraus resultierend wird präventiv der Kriminalität entgegengewirkt.

Glauchau

»Förderung von lokalen Künstlern und Aufwertung des Stadtbildes«.
Schandflecken sollen durch aussagekräftige Graffitis beseitigt und somit das Stadtbild optisch aufgewertet werden. Professionell angebrachte Kunst verhindert Schmierereien, welche nicht nur Sauberkeit und Ästhetik einer Stadt beeinträchtigen, sondern auch negativen Einfluss auf das Sicherheitsempfinden der Bewohner und Besucher haben.

Großenhain

Präventionskampagne »Unsere saubere Stadt«
Die Stadtverwaltung Großenhain suchte nach Möglichkeiten, die Bürger der Stadt mit einer Kampagne für Umwelt, Sauberkeit und Eigenverantwortung zu sensibilisieren und dabei mit in die Verantwortung zu nehmen. Hintergrund ist der Umstand, dass zurückliegend Schmierereien und Sachbeschädigung von Privateigentum und Eigentum der Stadt zugenommen haben. Ziel sollte sein, die Botschaften zu rechtstreuem Verhalten auf eine witzige Weise in den Köpfen aller Bürger zu verankern.

Graffiti macht Glücklich

Flöha: Das Schulprojekt »Bunte Buswartehallen«.
Das Projekt »Bunte Buswartehallen« beinhaltet die Neugestaltung der bestehenden Wartehallen in Flöha unter Einbezug verschiedener Kinder und Jugendlichen aus geographisch naheliegenden Einrichtungen. Ziel soll sein, den anhaltenden Vandalismus zu unterbinden, da auf selbst Erschaffenes mehr geachtet wird.

Oschatz: »Graffiti-Wochen in Oschatz«
Projektwoche Graffiti und Folgeangebot – ganzheitlicher Betrachtungsansatz zur Umgestaltung von einer illegal beschmierten Fassade der Alten Badgaststätte und als Folgeangebot aus der Projektwoche heraus die Gestaltung einer Wand in der Passage Thomas Müntzer Haus/Lidl-Supermarkt.

Hoyerswerda

»Gedenkwochenende Hoyerswerda 1991: Erinnerungen-Einsichten-Perspektiven«
Für die Veranstaltungen am 17. und 18. September 2021 in der Lausitzhalle Hoyerswerda wurde die finanzielle Förderung der Mietkosten beantragt.

Neustadt in Sachsen

Durchführung eines Präventionstages für die Schüler der 7. und 8. Klassen der Oberschulen und Gymnasien der Städte Neustadt in Sachsen, Sebnitz, Stolpen und Hohnstein. Den Schülerinnen und Schülern werden »Jugendfilmtage« und »Glück sucht Dich« neben vielen anderen Mitmachangeboten, Vorträgen und Ausstellungen angeboten. Parallel sind Elternabende geplant in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Dresden und den Schulsozialarbeitern.

Reichenbach i. V.

Das Projekt »Restart« ist ein städtisches kriminalpräventives Angebot für Kinder- und Jugendliche. Um Langeweile, Frustration und Vandalismus entgegenzuwirken, wurde im ehemaligen Landesgartenschaugelände von 2009 ein gemeinsames Projekt gestartet, damit ein akzeptierter Rückzugsort gefunden und gestaltet werden konnte. Ziel war die Entschärfung der Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen auf Spielplätzen und vor öffentlichen Toiletten.

Torgau

  • Projekt »Bürgerbeteiligung/Kunst- und Sozialprojekte« 
  • Projekt zur Ableistung von Arbeitsstunden jugendlicher Straftäter in Zusammenarbeit mit einem freien Träger. Sachmittel u. a. für die Erstellung eines stadtspezifischen Präventions- und Interventionsprojektes und eines Kunstprojektes.
  • Fortführung der Maßnahmen und Verstetigung der Erkenntnisse aus »Vernetzung der Stadt Torgau, insbesondere des Stadtteils Torgau Nordwest – Wege zur inneren Sicherheit im Dialog, interkultureller Verständigung und friedlichem Miteinander«. Sachmittel für die Durchführung einer Präventionsveranstaltung (Sicherheitskonferenz, Präventionstag o. ä.).

Wildenstein

Es wurde eine nutzbare Website sowie App für das Projekt »Mängelmelder« im Verwaltungsverband »Wildenstein« erstellt.

Kommunen, die von ASSKomm gefördert werden

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