Landrat Dr. Stephan Meyer und Oberbürgermeister Octavian Ursu
Octavian Ursu und Dr. Stephan Meyer – arbeiten neben Maria J. Schubert (Kommunaler Präventionsrat Görlitz) und vielen Anderen an der kommunalen Prävention im Landkreis Görlitz.
Kurzvorstellung (Name, Funktion in der Kommune)
Landrat (LR) Dr. Stephan Meyer und Oberbürgermeister (OB) Octavian Ursu sind wichtige Präventionsakteure der kommunalen Prävention im Landkreis Görlitz.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?
LR: ASSKomm hat sich im Landkreis Görlitz als verlässliche und praxisnahe Plattform für kommunale Prävention etabliert. Besonders positiv erlebe ich den kontinuierlichen Austausch zwischen Kommunen, Fachstellen und Sicherheitsakteuren. Die Zusammenarbeit ist lösungsorientiert und stärkt die Handlungsfähigkeit vor Ort – sowohl strategisch als auch ganz konkret im Alltag der Kommunen.
OB: Die Zusammenarbeit mit ASSKomm ist für uns sehr gewinnbringend. Besonders wertvoll sind die strukturelle Unterstützung und der landesweite Erfahrungsaustausch. Praxisbeispiele anderer Kommunen helfen uns, Prävention in Görlitz strategisch zu verankern und weiterzuentwickeln.
Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?
LR: Besonders hilfreich ist der Netzwerkgedanke von ASSKomm: Kommunen lernen voneinander, gute Beispiele werden sichtbar gemacht und können übertragen werden. Die Verbindung von strategischer Ausrichtung, fachlicher Expertise und konkreten Förderinstrumenten unterstützt Landkreise und Städte dabei, Prävention nachhaltig aufzustellen.
OB: Für mich ist es die Kombination aus fachlicher Beratung, Qualifizierungsangeboten und finanzieller Förderung. Durch Schulungen, Fachveranstaltungen und Prozessbegleitungen konnten wir unsere lokalen Strukturen – etwa den Kommunalen Präventionsrat – weiter professionalisieren. Gleichzeitig schafft ASSKomm Verbindlichkeit: Prävention wird nicht als Einzelprojekt verstanden, sondern als dauerhafte kommunale Gemeinschaftsaufgabe. Diese strategische Rahmung erleichtert es, Verwaltung, Polizei, Schulen und Zivilgesellschaft an einen Tisch zu bringen.
Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?
LR: Im Landkreis Görlitz liegt der Schwerpunkt auf einer ganzheitlichen Prävention, die Sicherheit, sozialen Zusammenhalt und frühzeitige Intervention zusammendenkt. Dazu gehören die Stärkung kommunaler Präventionsräte, die enge Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden sowie die Vernetzung von Jugendhilfe, Schulen, Polizei und Zivilgesellschaft.
OB: Unsere Schwerpunkte liegen in der Netzwerkarbeit und der Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders. Zentrale Elemente sind der Kommunale Präventionsrat, die Zusammenarbeit mit relevanten Partnern sowie ein ganzheitlicher Ansatz, der Bildung, Teilhabe und sozialen Zusammenhalt einbezieht. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei die starke Koordinierungsstelle in der Stadtverwaltung. Durch die engagierte und fachlich fundierte Arbeit der Präventionskoordinatorin gelingt es, Netzwerke zu bündeln, Projekte zu steuern und Prävention strategisch weiterzuentwickeln. Dies geschieht in enger Kooperation mit zahlreichen Partnern – von Polizei (auf Landes- und Bundesebene) und Unternehmen wie der DB Sicherheit über Kitas und Schulen bis hin zu Vereinen wie dem Kulturbrücken e. V., der Mobilen Kinder- und Jugendarbeit oder auch dem Familienbüro sowie weiteren Fachämtern der Stadtverwaltung wie dem Quartiersmanagement.
Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?
LR: Mit ASSKomm möchten wir die kommunale Präventionsarbeit weiter professionalisieren und langfristig absichern. Ziel ist es, Prävention als festen Bestandteil kommunaler Daseinsvorsorge zu verankern und allen Kommunen im Landkreis den Zugang zu Wissen, Netzwerken und Fördermöglichkeiten zu erleichtern.
OB: Wir wollen unsere Präventionsarbeit langfristig weiter systematisieren und sichtbar machen. Ziel ist es, bestehende Netzwerke (wie den runden Tisch Sauberes Görlitz oder auch die AG Öffentlicher Raum) zu festigen und neue Partner einzubinden, ressortübergreifende Strategien zu entwickeln sowie Prävention noch stärker in kommunale Entscheidungsprozesse zu integrieren. Darüber hinaus möchten wir innovative Projekte anstoßen, die sowohl das Sicherheitsempfinden als auch die Lebensqualität in unserer Stadt nachhaltig stärken.
Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm-Familie sind?
LR: Ich kann Kommunen nur ermutigen, Teil der ASSKomm-Familie zu werden. Prävention wirkt am besten im Verbund – durch Austausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Verantwortung. ASSKomm bietet dafür einen starken Rahmen und konkrete Unterstützung.
OB: Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen. ASSKomm bietet die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen und Prävention strategisch zu verankern. Wer Strukturen stärken und gemeinsam Lösungen entwickeln will, findet hier einen verlässlichen Partner.