30.06.2026

Sissy Meyer und Revierführer Michael Kummer

Der Mann in Uniform und die Frauen stehen mit dem Rücken aneinander und lächeln in die Kamera.
© Gemeinde Arnsdorf

Ein Duo, das wesentlich zum Gelingen der Prävention in Arnsdorf beiträgt – Sissy Meyer und Polizeioberrat Michael Kummer.

Kurzvorstellung (Name und Funktion)
Michael Kummer war bis zum 31. Juli 2026 Leiter des Polizeireviers Kamenz.

Mein Name ist Sissy Meyer. Ich bin Sachbearbeiterin für Ordnung, Sicherheit und Brandschutz in der Gemeinde Arnsdorf. Seit Februar 2025 bin ich außerdem Koordinatorin des Kommunalen Präventionsrates der Gemeinde Arnsdorf. Diese Aufgabe ist sehr abwechslungsreich und gibt mir die Möglichkeit, Präventionsarbeit aktiv mitzugestalten und gemeinsam mit vielen Akteuren voranzubringen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit ASSKomm?
Michael Kummer: Durch die Landesstrategie ASSKomm gelingt es, Akteure im Bereich der Präventionsarbeit zu vernetzen und neue Tätigkeitsfelder und Aktionspotentiale zu erschließen. Durch ASSKomm spricht man mit einer Sprache, arbeitet zielorientierter und damit deutlich effizienter. Die beteiligten Städte und Gemeinden zeigen ein sehr großes Interesse an der konstruktiven Zusammenarbeit zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Gerade auch in lokalen Gremien findet man schnell Konsens und kann die Bemühungen zur Verbesserung der Sicherheitslage und des Sicherheitsempfindens auch einzelfallorientiert bündeln. Der unmittelbare Austausch mit Vertretern der Kommunen, Vereine, Bildungseinrichtungen und Behörden erlaubt einen interessanten Perspektivwechsel und erleichtert die gemeinsame Lösungsfindung.

Sissy Meyer: Unsere Erfahrungen mit ASSKomm sind durchweg positiv. Die Zusammenarbeit ist geprägt von einer freundlichen, hilfsbereiten und kompetenten Kommunikation. Seit unserem Beitritt konnten wir viele wertvolle Impulse für unsere Präventionsarbeit mitnehmen und von den Erfahrungen anderer Kommunen profitieren.

Was ist in Ihrer Zusammenarbeit mit ASSKomm besonders hilfreich?
Michael Kummer: Als besonders hilfreich in der Zusammenarbeit mit ASSKomm hat sich zunächst die professionelle Vorstellung der Landesstrategie durch die Vertreter des Landespräventionsrates erwiesen. Dadurch erhielten alle Seiten einen konkreten Blick über Möglichkeiten dieses Instrumentes. Die gemeinsamen Besprechungen mit den Akteuren der Präventionsarbeit auf kommunaler Ebene bis hin zur Institutionalisierung durch Gründung eines kommunalen Präventionsrates sind weitere wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Handeln. Und getreu dem Erfahrungssatz »(nicht nur) in Krisen Köpfe kennen« ist der persönliche Kontakt ein Motor für die effektive Zusammenarbeit.

Sissy Meyer: Besonders wertvoll ist der Austausch mit anderen Kommunen. ASSKomm bietet die Möglichkeit, sich über Präventionsschwerpunkte, erfolgreiche Projekte und neue Ideen auszutauschen und voneinander zu lernen. Gleichzeitig findet man jederzeit kompetente Ansprechpartner, die unterstützen und ein offenes Ohr für Fragen oder Herausforderungen haben.

Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in der kommunalen Prävention?
Michael Kummer: Das Polizeirevier Kamenz arbeitet aktuell eng mit der Stadt Radeberg und der Gemeinde Arnsdorf im Rahmen der Landesstrategie ASSKomm zusammen. In der Stadt Kamenz steht die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung kurz bevor, und auch mit der Stadt Pulsnitz werden entsprechende Verhandlungen geführt. Die Polizei möchte ihre Erkenntnisse aktiv in den Prozess der kommunalen Prävention einbringen - sei es durch Darstellung der objektiven Kriminalitätslage als auch durch die Erläuterung polizeilicher Feststellungen, die Relevanz für das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung haben. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Vorstellung polizeilicher Präventionsmaßnahmen und die zielgerichtete Verknüpfung mit dem Fachdienst Prävention. Letztlich kann das operative polizeiliche Handeln durch Impulse aus Beratungen mit den Netzwerkpartnern zur Verbesserung der Sicherheitslage angepasst werden. Das kann insbesondere durch den Einsatz von Bürgerpolizisten oder durch eine fokussierte Berücksichtigung im Rahmen der Streifentätigkeit erfolgen.

Sissy Meyer: Derzeit liegt unser Schwerpunkt auf der Kinder- und Jugendprävention. Uns ist es wichtig, jungen Menschen frühzeitig Orientierung zu geben, ihre Entwicklung zu fördern und sie für Themen wie Verantwortung, Respekt und gesellschaftliches Miteinander zu sensibilisieren. Als Koordinatorin des Kommunalen Präventionsrates verstehe ich mich dabei als Bindeglied zwischen Verwaltung, Netzwerkpartnern und den Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde.

Was möchten Sie mit Hilfe von ASSKomm für Ihre Kommune erreichen?
Michael Kummer: Das lässt sich relativ leicht beantworten: Wir verfolgen das Ziel, mit Hilfe von ASSKomm alle Akteure im Bereich der kommunalen Präventionsarbeit an einen Tisch zu bringen und dabei in einem kontinuierlichen Prozess Ideen für die Verbesserung der objektiven und subjektiven Sicherheitslage hier ganz speziell in Arnsdorf zu entwickeln und umzusetzen.

Sissy Meyer: Ich möchte dazu beitragen, das Gemeinschafts- und Sicherheitsgefühl in unserer Gemeinde weiter zu stärken. Mir ist wichtig, dass Präventionsarbeit bei den Menschen ankommt und sichtbar wird. Besonders am Herzen liegt mir, dass Jung und Alt wieder stärker miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam das Gemeindeleben gestalten. Jeder Einzelne ist ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft – genau dieses Bewusstsein möchten wir mit unserer Präventionsarbeit fördern. Sicherheit entsteht nicht nur durch Regeln, sondern vor allem durch ein gutes Miteinander.

Was möchten Sie den Kommunen mitgeben, welche noch nicht Mitglied der ASSKomm-Familie sind?
Michael Kummer: Es gilt, die Landesstrategie ASSKomm als Chance zu verstehen. Gute Präventionsansätze sind sicher in den meisten Kommunen vorhanden. Doch erst durch das koordinierte zusammenwirken der Akteure kann eine erfolgreiche, umfassende und vor allem kontinuierliche Präventionsarbeit auf einem hohen Niveau sichergestellt werden. Mein Tipp: Besuchen Sie Kommunen, die bereits Mitglied der ASSKomm-Familie sind und lassen Sie sich über deren Erfahrungen mit dieser Strategie informieren.

Sissy Meyer: Ich kann nur dazu ermutigen, Teil der ASSKomm-Familie zu werden. Der Austausch mit anderen Kommunen eröffnet neue Perspektiven, vermittelt wertvolle Erfahrungen und stärkt die eigene Präventionsarbeit. Gemeinsam können wir voneinander lernen, Herausforderungen besser bewältigen und unsere Kommunen noch lebenswerter und sicherer gestalten. Wir als Gemeinde Arnsdorf sind überzeugt, mit unserer Mitgliedschaft die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

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